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Adidas: Reebok vor dem Verkauf?

  • Nicolas Kellner
  • Montag | 20. Oktober 2014  |  10:55 Uhr
Paukenschlag aus Fernost: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge will ein in Hongkong ansässiger Investmentfonds Reebok kaufen.

Jynwei Capital soll Adidas bereits ein Angebot in Höhe von 2,2 Mrd. US-Dollar gemacht haben. Das berichtet aktuell das heutige Wall Street Journal sowie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider.

Von Adidas gibt es keinen Kommentar zu dem Gerücht. Ein Sprecher von Jynwei sagte lediglich, man halte Ausschau nach guten Investitionsmöglichkeiten. Hinter der Investmentgruppe soll die malaysischen Milliardärsfamilie Low stehen sowie ein Staatsfonds der Regierung von Abu Dhabi.

Adidas hatte den einstigen Fitnessvoreiter und Trendsetter 2006 für rund 3 Mrd. Euro gekauft, war aber nie glücklich geworden mit dem Deal. Erst seit anderthalb Jahren bemüht sich Adidas, die Marke im Wettbewerb und im Handel neu zu positionieren. Allerdings erinnert die Entwicklung fatal an das Salomon-Abenteuer von Adidas, das seinerzeit ebenfalls nur mit einem Verkauf der Franzosen einigermaßen glimpflich beendet werden konnte.

Während Reebok in den USA von Adidas nicht wie erhofft gegen Nike in Stellung gebraucht werden konnte, erfuhr Reebok in Asien ein leichtes Wiedererstarken bei Image und Verkäufen. In Asien agiert die Noch-Adidas-Tochter auch relativ selbstsändig und verfügt über angesehene Stores unter anderem auch in Hongkong selbst in der angesehenen Sneaker Street. Der potentielle Käufer wird genau das und daraus resultierende Chancen erkannt haben. sportFACHHANDEL wird weitere Hintetrgründe recherchieren.

Nicolas Kellner

Autor: Nicolas Kellner