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Adidas lockert Regelungen für Online-Händler

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 02. Juli 2014  |  09:58 Uhr
Herzogenaurach. Die Drei-Streifen-Marke korrigiert ihr Vertriebskonzept. Das Anbieten über Online-Marktplätze wie eBay oder Amazon soll künftig erlaubt sein. Das Bundeskartellamt ist offenbar dabei, hier in Kürze ein klares Urteil zu fällen.

Die Verbands-Lobby jubelt, die erst unlängst im Rahmen der Initiative Choice in E-Commerce nicht weniger als 14.000 Händler mobilisieren konnte, die eine Petition unterschrieben haben. Demnach sollten Marken nicht das pauschale Recht bekommen, die Teilnahme auf Online-Marktplätzen zu untersagen. Nicht allein Adidas kämpft hier mit dem Bundeskartellamt in einem schwebenden Verfahren, auch Asics hängt hier noch in einer ähnlichen Untersuchung.

Adidas hat nun den Kunden im Handel mitgeteilt, den "Verkauf unserer Produkte auf offenen Marktplätzen zuzulassen". Das darf als Vowegnahme der bald anstehenden Entscheidung der Wettbewerbshüter gewertet werden.

Die dürfte nicht notwendigerweise günstig für diese Marken ausfallen, die im Generalverdacht der dominanten Marktstellung stehen. Generell wird die Vorgabe von Regeln, auf welchem Wege angebotene Ware im Handel zu präsentieren ist, als juristisch kritisch gesehen.

Auf der anderen Seite kämpfen die Lieferanten um die Qualität (und inoffiziell um die Preislagen) der Marken- und Produktdarstellung. Dies ist auch eine Forderung der hochwertigen stationären und Online-Händler, die preistreu sind und starke Marken exzellent präsentieren. mh

Autor: Markus Huber