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Adidas: Handel rebelliert gegen neue Zahlungs-Bedingungen

  • Donnerstag | 16. Juli 2015  |  01:28 Uhr
Sowohl Intersport als auch Sport 2000 demonstrieren Unzufriedenheit mit Hauptlieferant Adidas. Die Drei Streifen trugen Vorschläge vor, die gute, alte Skonto-Zahlung abzuschaffen, die für viele Händler, die liquide sind, von zentraler betriebswirtschaftlicher Bedeutung ist.

Nach Darstellung von Sport-2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf sollte es stattdessen einen „Kooperations-Bonus“ in Höhe von 2,5 Prozent geben, der nicht nur umsatzabhängig ist, sondern auch noch aufgeteilt nach Schuhen, Hartware und Bekleidung.

Rudolf fand auf der OutDoor harte Worte: „Der Handel darf sich nicht länger von einer Marke abhängig machen lassen. Wir brauchen mehr Unabhängigkeit im Sinne unserer Partner.

Bei der Intersport, die sich die neue Geschäftspraxis auch nicht gefallen lassen will, sieht man das Problem zunächst für gelöst: Vorstand Jochen Schnell erläuterte, dass es „einen vollumfänglichen Ausgleich“ zwischen der Händlergruppe und Adidas gebe, der die Abschaffung der Skonto-Zahlung kompensieren soll. Gleichwohl wurde darauf hingewiesen, dass diese Einigung zunächst nur bis 2017 gelte. Was danach kommt, bleibt wohl abzuwarten.

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