Mittwoch | 11. Oktober 2017  |  10:22 Uhr

Österreichische Sport 2000 startet Spezialisierungsoffensive

Die österreichische Sport 2000 will ab 2018 Spezialistenkonzepte einführen. Ab dem kommenden Frühjahr starten die Bike-Profis, Einheiten für Running/Fitness, Outdoor, Teamsport und Ski sollen sukzessive folgen.

„Top-Marken beliefern in Zukunft den Handel nach neuen Spielregeln. Unsere Sport 2000-Profis sollen hier zukünftig die ersten Ansprechpartner für diese Marken werden. Der Handel mit besonders service- und beratungsintensiven Sportartikeln kann nur über Spezialisten erfolgreich sein“, gibt Dr. Holger Schwarting, Vorstand der österreichischen Sport 2000 die Devise für die kommenden Jahre aus. Die Themen der nächsten Jahre für die „einzige österreichische Sporthandelsorganisation“ seien: Marke, Beratung, Spezialisierung, die zu organischem Wachstum und Akquisen führen sollen. Das „Basisfundament“ bildeten dabei Qualität und Regionalität. Zudem relevant sei die Digitalisierung sowie die Positionierung des Verbandes als „unabdingbare Lösung“.

„Der Markt ist heute sehr klar in einen preisgetriebenen Bereich und einen Qualitätsbereich segmentiert. Diese Marktveränderungen, die erst in den vergangenen vier Jahren stattgefunden haben, bestätigen uns einerseits in unseren Prognosen zur Entwicklung des heimischen Sportartikelhandels. Andererseits zeigt sich damit auch, dass der von uns eingeschlagene Weg der richtige für Sport 2000 war und ist. Wir richten bereits seit sechs Jahren unseren Fokus auf die ureigenen Stärken von Sport 2000 – Beratung und Qualität. Damit haben wir uns klar als beratungsstarker Qualitätsanbieter am Markt positioniert. Mit der Spezialisierungsoffensive schärfen wir nun die bestehende Strategie und festigen damit unsere führende Marktposition“, zeigt sich Schwarting überzeugt.

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Dr. Holger Schwarting will die österreichische Sport 2000 zum "Spezialistenverband für Lieferanten und Endkunden" umbauen.
© SPORT 2000 /APA-Fotoservice

Man wolle „der Spezialistenverband für Lieferanten und Endkunden“ sein. Die veränderte Marktstruktur stelle nicht nur den Handel, sondern auch die Industrie vor große Herausforderungen. Letzte suche „verstärkt nach Partnern im Fachhandel“. Für Endkunden zeige sich sodann Qualität nicht nur „in einem möglichst breiten Warenangebot“, sondern in punktgenauer Beratung und Qualitätsprodukten. So wolle man Spezialistenkonzepte etablieren. Neben den bereits aus Deutschland bekannten Spezialistenkonzepten für Running/Fitness, Outdoor und Teamsport soll es in Österreich mit den Segmenten Bike und Ski zwei weitere Spezialistengruppen geben.

Als erste Einheit werden ab Frühjahr 2018 die Bike-Profis an den Start gehen. Die ersten „zehn bis 15 Bike-Profis“ sollen dann für „exklusive Marken, Sondermodelle und einen gesicherten Warenzugang zu Top-Konditionen“ stehen. Mit Simplon konnte dabei bereits eine „weitere exklusive Marke“ als Partner gewonnen werden. Die Bike-Profis sollen den Konsumenten Bikefittings bieten, wo ähnlich wie beim Bootfitting das Rad „perfekt und ganz individuell auf den Biker eingestellt“ werde. Zudem sollen Kunden von einer jeweils eigenen Werkstatt mit ausgebildeten Bike-Mechanikern profitieren, von speziellen Angebote wie einer kostenfreien Pannenhilfe im ersten Jahr nach dem Kauf und von Fahrradregistrierungen. Alle weiteren Spezialisteneinheiten sollen sukzessive ab Winter 2018 folgen.

Im Zuge der Digitalisierungsstrategie stünden der digitale Ladentisch, die Warenverfügbarkeit (Click & Collect) und „exzellente Beratung“ im Vordergrund. Bereits über 40 Partner würden den digitalen Ladentisch, der eine Anbindung an das Sport 2000-Großhandelssortiment bietet, nutzen. Verhandlungen mit Marken zur elektronischen Anbindung ihrer Gesamtsortimente an den digitalen Ladentisch seien im Gange. Bis Ende 2018 soll ein Sport 2000-Onlineshop realisiert werden. Dieser soll das Großhandelssortiment des digitalen Ladentischs, das Angebot der angebundenen Marken sowie die regionalen Sortimente der teilnehmenden Händler in einem Onlineshop zusammenführen. Anspruch sei es dabei, so Dr. Holger Schwarting, „den stationären und den Online-Handel zu vernetzen und damit den stationären Sportfachhandel zu stärken“.