Sonntag | 05. Februar 2017  |  12:10 Uhr

Intersport baut um

Auf dem Weg zu einer digitalen Retailorganisation kündigt die Intersport grundlegende Neuerungen an. Zukünftig werde man sich auf zwei Vertriebsschienen konzentrieren.

Anlässlich der ISPO stellt der Intersport-Vorstand die Grundzüge des Konzeptes vor, mit dem man zu einer digitalen Retailorganisation werden will. Vorstandvorsitzender Kim Roether betont, dass die Handelsmarke Intersport bei 89 % der Konsumenten bekannt sei. Die Frage stelle sich jedoch, wie man das heterogene Bild, welches die Konsumenten wegen der verschiedenen Betriebstypen wahrnehmen, homogener gestaltet werden könne. Die Antwort des Vorstandes: Zukünftig werde man sich auf zwei Betriebstypen konzentrieren.

neuer_name
Intersport ist auf dem Weg zur "digitalen Retailorganisation".
© Intersport

Mit der so bezeichneten „roten Schiene“ sollen die Intersport-Häuser personifiziert bleiben. Regionalität, Unternehmertum und Modularität sollen unter der Dachmarke und dem Händlernamen zu einer „optimalen regionalen Marktabschöpfung und zur regionalen Marktführerschaft führen. Die „blaue Schiene“ hingegen soll eine „systemorientierte Franchiseausrichtung“ zeigen. Ziel sei Effizienz, Multiplizierbarkeit und Geschwindigkeit, um die nationale Marktführerschaft dauerhaft zu verteidigen.

Dass die geplanten Veränderungen unter den Mitgliedern zu Diskussionen führen, ist nicht verwunderlich. Man werde keinem Mitglied, so Kim Roether, die Tür weisen, der bereit ist, sich zu verändern. Wenn ein Händler sich jedoch gar nicht entscheiden könne, müsse man auch konsequent sein und auf das eine oder andere Mitglied verzichten. In jedem Falle müsse man fair und professionell miteinander umgehen.