Donnerstag | 10. August 2017  |  19:32 Uhr

ISPO verliert führende Skimarken

Als „Teil der neuen Amer Sports Omni-Channel-Strategie“ werden die beiden führenden Skimarken Atomic und Salomon nicht auf der nächsten ISPO ausstellen.

Es wird von der ISPO und der Amer Group als „neue Ära der Zusammenarbeit“ verkauft: Aufgrund eines "veränderten Marktumfelds mit deutlich gewandeltem Konsumentenverhalten und veränderten Erwartungen der Handelspartner“ hätten sich die beiden führenden Skimarken Atomic und Salomon entschlossen, der Messe 2018 fernzubleiben und sich stattdessen auf die von der Messe München angebotenen Plattformen ISPO Open Innovation, ISPO Job Market, die ISPO Datenbank sowie die Website ispo.com zu konzentrieren.

Die neue Partnerschaft ohne Messebeteiligung laufe unter dem Motto „den Verbraucher im Blick und auf den Handel konzentriert". Indem man nicht auf der Leitmesse ausstellt, wolle man gemeinsam mit der ISPO "den Einzelhändlern die bestmögliche Unterstützung im Einklang mit den Geschäftsmodellen und Erwartungen der Händler“ bieten.

„Wir begrüßen es, dass die ISPO die Veränderungen des Marktes vorweggenommen hat und neue sowie bereits etablierte Wege zur Zusammenarbeit anbietet. Damit geben wir unserer langfristigen Partnerschaft eine innovative Richtung", erklärt Salomon-Präsident Jean-Marc Pambet. „Mit unseren Amer Sports Omni-Channel-Aktivitäten unterstützen wir unsere Handelspartner auf der Grundlage ihrer individuellen Bedürfnisse vom Einkauf bis zum Verkauf. Dazu gehören Initiativen zur Konsumentenaktivierung, Verleihgeschäft und die Entwicklung gemeinsamer Digital-Strategien. Infolgedessen haben wir uns entschlossen, unsere Ressourcen von der klassischen Messebeteiligung auf diese neuen Aktivitäten zu verlagern", fügt Amer Europa-Chef Armin Fuchs hinzu.

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Messe-Chef Klaus Dittrich ist "begeistert", mit Atomic und Salomon "eine neue Phase der Zusammenarbeit zu erkunden".
© Messe München

Nun sollte man meinen, dass sich die ISPO zumindest zerknirscht gibt, aber weit gefehlt. Messe-Chef Klaus Dittrich betont, man sei „begeistert, dass zwei starke Marken wie Atomic und Salomon offen sind, um mit uns eine neue Phase der Zusammenarbeit zu erkunden.“