Hanwag

Weltweit gab der Sportmarkt 2009 leicht nach

Der globale Sportartikel-Markt schrumpfte nach Berechnungen des Marktforschungs-Instituts NPD Group im vergangenen Jahr um 2% auf 282 Mrd. USD.

Dies bedeutet den ersten Rückgang seit 2005, als NPD begann, die Entwicklung des Weltmarkts zu untersuchen. Für das laufende Jahr
erwarten die Marktforscher allerdings, dass sich das weltweite Business wieder um 1% berappeln wird – nicht zuletzt wegen der Fußball-Weltmeisterschaft und der Erholung am amerikanischen Markt. Die NPD-Zahlen basieren auf dem US-Dollar, was die Vermutung zulässt, dass die Marktentwicklung auf Grundlage konstanter Währungen ein wenig besser dasteht. Der geschätzte Rückgang um 2% rührt in erster Linie von Einbrüchen in den Vereinigten Staaten um 4% und in Japan um 5% her. Freilich konnte dieses Minus nicht durch Zuwächse in anderen Regionen ausgeglichen werden, wie etwa durch das Plus von 3% im Nahen Osten und die Steigerung von 5% in Nordafrika. Eine Presseerklärung der NPD erläutert, dass die Umsätze mit Hartware in Europa um 1% stiegen, ohne etwas über die Entwicklung der anderen Warengruppen in der Alten Welt zu verraten. Schon zuvor berichtete NPD, dass in den fünf wichtigsten europäischen Märkten (Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien) die Abverkäufe von Schuhen um 1,7% sowie von Sport- und Freizeitbekleidung um 3,7% gegenüber 2008 nachgaben.

Europa und Asien besser als die USA

NPD Group unterscheidet bei ihrer Analyse übrigens auch zwischen funktionellen Sportartikeln und Lifestyle-Ware: Dabei entwickelten sich Produkte für den effektiven Sportgebrauch in Asien und in Europa erfreulicher als in den USA, wo dieser technisch orientierte Markt um 4% purzelte. In Europa gab er nur um 1% nach und konnte in der gleichen Größenordnung in Asien zulegen. Dagegen entwickelten sich sogenannte Sportstyle-Produkte überall negativ: Sowohl in den USA als auch in Europa lag man um 3% und in Asien um 1% unter Vorjahreswert.

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