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VF Corporation mischt im britischen Sporthandel mit

VF Corporation, der Mutterkonzern von Marken wie The North Face, Napapijri, Vans, Eastpak, Jansport und Eagle Creek, übernimmt ein Aktienpaket von 4,9% an Blacks Leisure, der großen britischen Sportkette.

Blacks ist bereits seit Monaten in den Schlagzeilen und kämpft ums Überleben, nachdem die langjährigen massiven Preiskämpfe auf der Insel ohnehin nicht mehr zu gewinnen waren.
Das Engagement von VF ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass Blacks seit Ende letzten Monats nach geeigneten Partnern sucht, um sich zu sanieren. Der Rettungsplan muss noch durch eine einfache Mehrheit der Aktionäre abgesegnet werden. Rein technisch gesehen erfolgt der ­Deal über eine Tochter des Textil­riesen, VF Luxembourg, die sich die Anteile von der Bank of Scotland sichert. Die Bank war im vergangenen Jahr bei Blacks eingestiegen, was seinerzeit ebenfalls Teil eines Sanierungskonzepts für den Händler darstellte. VF plant hingegen nicht, seine Anteile an der Kette zu erhöhen. Der Kern der Maßnahme besteht darin, dass der Kunde von The North Face finanziell überlebt und dass bei Blacks für hochwertige Outdoor-Marken weiterhin genügend Verkaufsfläche zur Verfügung steht.
Der VF-Deal ist nur eine der Aktivitäten, um dem angeschlagenen Händler wieder zu Kräften zu verhelfen. Parallel plant das Management eine Emission neuer Aktien, die mehr als 20 Mio. EUR frischen Geldes in die Kassen bringen soll. Zweck der Aktion ist es, weiterhin kräftig in die Geschäfte zu ­inves­tieren: Im laufenden Geschäftsjahr sollen 15 und im nächsten 20 weitere Läden aufgemacht werden. Bis dahin werden 130 der bestehenden Shops mit einer Finanzspritze von circa 7,5 Mio. EUR renoviert. Der Sanierungsplan muss noch den Segen der Aktionärsversammlung Ende Mai erhalten. Für 2009/2010 (27. Februar) meldete Blacks erfreulichere Zahlen als für vorangegangene Geschäftsjahre: Flächenbereinigt lagen die Umsätze um 5,4% über dem Vorjahres-Niveau, für die zweite Jahreshälfte sogar um 9,5%. Bei Geschäftsabschluss zählte die Kette 313 Läden in Großbritannien, nachdem im vergangenen Jahr 88 Verlustbringer zugesperrt worden waren. Dementsprechend sank der Umsatz um 7% auf rund 286 Mio. EUR. Die Einbußen waren auch mit der Insolvenz von Sandcity verbunden, einem Tochterunternehmen, das sich um den Groß- und Einzelhandel von O’Neill auf den britischen Inseln kümmerte. Der operative Verlust der Gruppe konnte auf etwas mehr als 16 Mio. EUR begrenzt werden, nachdem besonders die Entwicklung im ersten Halbjahr sowie der Surf-Division positiv zu Buche schlug.

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