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Spanische Intersport ist keine Genossenschaft mehr

Die 99 Mitglieder von Intersport España haben einstimmig entschieden, ihre Gesellschaftsform von der Genossenschaft zu einer der deutschen GmbH vergleichbaren Firma zu ändern. Das Grundkapital beträgt 8 Mio. EUR, an den Anteilen der Gesellschafter ändert sich in der neuen Rechtsform zunächst nichts. Das neue Vehikel, Intersport Holding Expansión, besitzt alle Güter der bisherigen Genossenschaft. Die neue Organisation wird auch einen 25%-igen Anteil an einem noch zu gründenden Unternehmen halten, das neue Geschäftsmodelle im Visier hat. Die übrigen 75% können unter bestehenden Mitgliedern und anderen Investoren individuell aufgeteilt werden. Damit folgt Intersport Spanien dem Vorbild der Kollegen aus Frankreich und Schweden.
Die neue Firma, die voraussichtlich im September an den Start geht, wird ab dem nächsten Jahr den Einkauf für die gesamte Gruppe übernehmen und das Franchise steuern. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie Akquisitionen und andere Investitionen. Für die letzteren beiden Optionen gibt es allerdings derzeit keine konkreten Pläne. Aus deutscher und österreichischer Perspektive ist die spanische Intersport verhältnismäßig klein: Die knapp hundert Händler betreiben (Stand: Ende 2010) 324 Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 134.000 qm. Der Einzelhandels-Umsatz nach Steuern wuchs im vergangenen Jahr um 9 auf 289 Mio. EUR. Diese Zahlen beinhalten allerdings nicht weitere Händler, die keine Mitglieder sind, aber den Einkauf bei der Intersport nutzen.
Das Zentralregulierungs-Volumen in demselben Zeitraum stieg von 98 auf 104 Mio. EUR. Der Gewinn lag bei 1,2 Mio. EUR, der zu einem Drittel an die angeschlossenen Händler als Dividende zurückgegeben wird.
 

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