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Rossignol sieht sich demnächst wieder in der Gewinnzone

Das neue Management, das unter Führung von Bruno Cercley im November 2008 an die Spitze von Rossignol rückte, geht für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März endet, von einem Nettogewinn von rund 7 Mio. EUR aus. Dabei dürfte der Umsatz bei etwas über 200 Mio. EUR stabil bleiben. Vor Cercleys Berufung lag der Umsatz zwar noch bei 250 Mio. EUR, aber die Verlustzahlen waren mit 68 Mio. EUR tiefrot. Im vergangenen Jahr hatte "Rossi" bereits den Breakeven erreicht. Außerdem hat das Unternehmen kaum noch langfristige Schulden.
Es bleibt abzuwarten, ob die guten Resultate den australischen Investment-Fond Macquarie, der Rossignol kontrolliert, demnächst dazu veranlassen könnten, sich auszahlen zu lassen. Auf der anderen Seite gilt es als wenig wahrscheinlich, dass Jarden Corp. momentan geneigt ist, ihren Anteil von derzeit 20% zu erhöhen. Jarden hat zwar eine Option auf Zukauf von Rossignol-Anteilen, könnte aber als Inhaber von K2, Völkl und Marker kartellrechtliche Probleme in den Vereinigten Staaten bekommen, es sei denn, Jarden würde sich von anderen Unternehmensteilen trennen. Beobachter gehen aber davon aus, dass solche Schritte für die nächste Zeit nicht geplant sind. Wie dem auch sei, die gute Performance von Rossignol sicherte dem französischen Skianbieter den Preis der amerikanischen Tournaround Management Association für den erfolgreichsten Sanierungsfall des Jahres. Der Preis ging gleichermaßen an die Unternehmensberatung Alvarez & Marsal, die die Geschäftsleitung bei der Sanierung der Gruppe begleitet hat.
Das Unternehmen investiert derzeit 2 Mio. EUR in seine Skiproduktion in Sallanches, der einzigen Skifabrik, die in Frankreich verblieben ist. Der Plan sieht so aus, dass bereits für diese Saison die Produktion von Kinderski aus Taiwan nach Frankreich zurückgeholt werden soll. Vor einigen Monaten wurde auf Druck der Gewerkschaften entschieden, die Fertigung von Skibindungen aus Polen ins französische Nevers zurück zu verlagern.
Mit einer Mannstärke von 20 Vollzeitarbeitern wird die neue Fertigung von Kinderski die Jahreskapazität von 200.000 auf 260.000 Paar Ski erhöhen, die unter den Marken Rossignol und Dynastar verkauft werden. Außerdem wird es in der Fabrik eine Werkstatt für die Produktion von kleinen Serien geben, in der jährlich etwa 400 Paar produziert werden können. Dazu kommen noch ein „Race Center", in dem Rennski präpariert werden, sowie ein Showroom für die Fachhändler.

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