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Lafuma Groupe bilanziert: Leben wie Gott ohne Frankreich

Anneyron. Die Lafuma-Gruppe, Frankreichs großer Sportkonzern, liefert in seinem Geschäftsbericht 2008/09 mit Schluss per 30. September ein Ergebnis nach Schema so là là ab.

Dabei drückte der Schuh vor allem am Heimatmarkt und im Surfbereich, während der Bergsportbereich und Fernost durchaus Freude bereiten konnten.

Insgesamt ging der Umsatz um 3% zurück und landete bei 262,1 Mio. EUR. Dabei wurde vor allem dem Leben wie Gott in Frankreich eine Denkpause auferlegt: Am Heimatmarkt musste Lafuma Einbußen in Höhe von 4,9% einstecken. In Frankreich erreichte die Gruppe Umsätze in Höhe von 150,2 Mio. EUR. Alle anderen Märkte blieben stabil, schafften 104 Mio. EUR, was einem Mini-Minus von 0,1% entspricht.
Nach Produktkategorien bereitete besonders das Kerngeschäft Kopfzerbrechen, das in der Kategorie „Great Outdoor" zusammengefasst ist. Sie beinhaltet die Marken Lafuma (Outdoor-Produkte, Campingmöbel) sowie Ober, eine Jeansmarke, die hauptsächlich in Frankreich und Belgien vertrieben wird. „Great Outdoor" ging mit 12% in die Knie und erwirtschaftete 92,2 Mio. EUR. Dabei schlug vor allem Ober ins Kontor; die Marke verlor 28% Umsatz. Die Marke Lafuma kam mit einem Minus von 10% vergleichsweise besser weg.
Auch der Jagdbereich, der vor allem unter der Marke Le Chameau vermarktet wird, musste Haare lassen – vor allem wegen Schwierigkeiten in Großbritannien, dem zweitwichtigsten Markt in diesem Sektor. Le Chameau verlor 8,3% und erreichte 26 Mio. EUR Umsatz im Geschäftsjahr 2008/09.

Dickes Minus im Surfgeschäft

Gar nicht gut gestaltete sich der Surfbereich unter dem Oxbow-Label. Hier waren nur noch 67,2 Mio. EUR drin, was einem Minus von 14,3% gleichkommt. Problematisch besonders das Business außerhalb Frankreichs, wo die Surfer-Fraktion 24% verlor und sich selbst nicht wirklich gut aufgestellt sieht.
Dagegen setzte es ein kräftiges Plus bei den technischen Bergsportmarken Eider und Millet: Hier schrieb Lafuma 68,8 Mio. EUR ins Buch, das waren 36,3% mehr als im Vorjahr. Das Plus resultiert freilich aus der Tatsache, dass das abgelaufene Geschäftsjahr das erste war, in dem Eider eine volle Rolle spielte. Im Jahr 2008/09 brachte Eider einen Umsatz von 19,2 Mio. EUR zusammen. Die Marke wurde im Juni 2008 übernommen. Unabhängig davon lief für Millet das Geschäft gut, besonders in Japan.
Tatsächlich bereitet Asien Lafuma allen Grund zur Freude, wo die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 38% deutlich mehr Spaß hatte als anderswo. Von welchem Niveau weg diese Steigerung hervorging, vermittelte der vorläufige Geschäftsbericht indes nicht. Ähnliches lässt sich über die forcierten Einzelhandelsaktivitäten des Unternehmens sagen, die mit eigenen Geschäften und im Internet um 12,5% an Boden gewinnen konnten.     mh

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