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Lafuma auf dem Weg der Besserung

Anneyron. Die französische Lafuma Groupe meldet für die erste Hälfte ihres Geschäftsjahres (31. März) einen erneuten Umsatzrückgang, sieht aber klare Anzeichen der finanziellen Konsolidierung.

Insgesamt ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 6,8% auf 120,8 Mio. EUR zurück. Dabei lag der französische Heimatmarkt besser im Rennen als der Rest der Welt: In Frankreich schrumpften die Umsätze um 3,8% auf 74,3 Mio. EUR, während das internationale Geschäft zweistellig einbrach: Außerhalb Frankreichs konnten nur noch 46,5 Mio. EUR erwirtschaftet werden (-11,2%).
Nach Produktgruppen und Markenwelten sortiert, musste insbesondere die Abteilung „Grand Outdoor“ mit der Kernmarke Lafuma Federn lassen: Hier kam mit 41,7 Mio. EUR Umsatz 12,1% weniger Geld in die Kasse als noch vor Jahresfrist. Das Jagdsegment mit der Marke Le Chameau brachte es nur noch auf 9,9 Mio. EUR, was einem Minus von 19,8% entspricht. Das Surf-Label Oxbow erreichte 31,7 Mio. EUR und brachte somit 4% weniger Gewicht auf die Waage. Unverändert im Aufwärtstrend blieben dagegen die Bergsportler der Gruppe, die Marken Eider und Millet, die sich um 1,8% verbesserten und einen Umsatz von 37,6 Mio. EUR schafften.
Das Unternehmen selbst interpretiert die Zahlen wie folgt: Währungsbereinigt und auf Grundlage vergleichbarer Geschäftstätigkeiten lag der Umsatzrückgang bei nur 4,5%. Diese Ziffer geht von einer konstanten Zahl eigener Läden aus und berücksichtigt die Tatsache, dass keine Lizenzgebühren aus Südkorea mehr eingespielt werden konnten. Der Rückgang in der Kategorie „Grand Outdoor“ war in erster Linie von schwächeren Verkäufen der ­Jeansmarke Ober, die nur in Frankreich und Belgien vermarktet wird, gekennzeichnet. Die Camping-Möbel der Marke Lafuma konnten dagegen um 13% zulegen. Für Le Chameau ist die Gruppe optimistisch, das Umsatzminus über das gesamte Geschäftsjahr auf etwa 10% begrenzen zu können. Auch für Oxbow setzen die Franzosen auf die zweite Halbzeit und erwarten stabile Umsätze für das komplette Jahr. Die Berg­sport-Fraktion hält sich konstant auf Wachstumskurs, nachdem Millet ­besonders in Fernost Fortschritte macht und die Marke Eider konsolidiert ­wurde.
Die guten Nachrichten aus Anneyron beziehen sich dagegen weniger auf den Umsatz als auf die Profitabilität: Die Gruppe rechnet für das erste Halbjahr mit einem operativen Gewinn, nachdem sie in der Vorjahres-Saison ein ­Ergebnis von 3 Mio. EUR mit roter ­Tinte schreiben musste. Entsprechend sollen Schulden in höherem Maß abgebaut werden können als ursprünglich ­geplant. mh
 

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