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Keen: Über Santiago in eine bessere Welt

Portland. Sandalen- und Schuhspezialist Keen will in Sachen Nachhaltigkeit die Latte nochmal eins höher hängen.

Im Zentrum der Bemühungen steht der Schuh Santiago, dessen Name von der Stadt in der Dominikanischen Republik entliehen ist, in der Keen gerade eine Fertigungsstätte nach modernsten Gesichtspunkten errichtet: Aus Gründen der CO2-Einsparung fiel die Wahl auf „DomRep“, um kurze Transportwege zum Hauptmarkt USA sicherzustellen. Auf der Insel soll ein Schuh entstehen, dessen Leinenschaft von Einheimischen ausschließlich handgenäht wird. Beim Fixieren der Sohle und der Vorderkappe wird auf giftigen Leim verzichtet. Stattdessen greift der Hersteller auf Heißvulkanisierung zurück.
Um diese Technologie umweltfreundlich an den Start zu bringen, wurde kräftig gesammelt: Die Idee war, dass alte Maschinen für diese Produktionsweise in Deutschland zusammengezogen und repariert wurden. Nicht weniger als etwa 200 Vulkanisierpressen aus den 50er und 60er Jahren konnten instand gesetzt werden und stehen jetzt für die Fertigung nachhaltiger Schuhe zur Verfügung.
Ein Teil der Umsätze aus dem Verkauf des Santiago-Modells wird in ein noch näher zu definierendes Projekt fließen. Dabei soll es um einen Finanzierungsfond gehen, durch den Unternehmern mit guten Ideen aus aller Welt günstige Kredite zur Verfügung stehen.
Auch auf der OutDoor gibt Keen in Sachen Umweltschutz Gas: Am ersten Messetag ab 16 Uhr kann der Fachbesucher eine umweltbewusst gefertigte Harvest-Tasche zu einem fairen Preis erwerben. Die Erlöse fließen in ein Umweltschutz-Projekt, das von der EOG Association for Conservation unterstützt wird. mh

Recycelte Maschinen, um recycelte Schuhe zu bauen: Keens Fabrik in Santiago/Dominikanische Republik.

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