Hanwag

Intersport International kümmert die globale Krise herzlich wenig

Der weltweite Intersport-Verbund (IIC) braucht eine anhaltende Wirtschaftskrise nicht zu fürchten.

Auch 2009 bestätigte sich, dass das Geschäft mit Sportartikeln vom Wetter und anderen Einflüssen deutlich mehr abhängt als vom Wohl und Wehe der Weltwirtschaft insgesamt. Da das Wetter gepasst hat, kann Intersport gute Zahlen vorweisen, die SGI Europe und dessen deutschsprachiger Partner, sportFACHHANDEL, exklusiv vorliegen. Genaue Ziffern über das Jahr 2009 sind erst im April zu erwarten, aber Franz Julen, Chef von Intersport International Corporation, war schon jetzt zu einer ersten Einschätzung bereit.
Im abgelaufenen Jahr knackten die angeschlossenen Händler erstmalig den Umsatz – nach Einzelhandelspreisen inklusive Umsatzsteuer – von 9 Mrd. EUR. Weltweit konnten die Abverkäufe um über 5% auf 9,3 Mrd. EUR gesteigert werden, auch wenn sich die verschiedenen Regionen unterschiedlich entwickeln konnten. Gewinner waren in jedem Fall die skandinavischen Länder, gefolgt von Deutschland (wie berichtet in der letzten Ausgabe) und Österreich (siehe Seite 15). Positive Umsatzzahlen meldet Mercator, der große slowenische Einzelhändler, der die Intersport-Lizenz für Ex-Jugoslawien, Griechenland, Rumänien und die Türkei hält. Mercator plant für Intersport im Übrigen demnächst den Markteintritt in Albanien.
Die Gruppe konnte sich in den meisten Ländern gut behaupten oder signifikant zulegen; es gab aber auch Sorgenkinder. Umsatzeinbußen meldeten etwa Italien und erwartungsgemäß Russland. Spanien – ein Land, das volkswirtschaftlich ganz hart von der Krise gebeutelt wurde – kam mit einem leicht lila getönten Veilchen davon: Die Zahl der spanischen Geschäfte schrumpfte um 15 auf 328 Häuser, die einen Durchschnitts-Umsatz von je 720.000 EUR erwirtschafteten. Insgesamt mussten die spanischen Intersportler einen Verkaufsrückgang um 4% hinnehmen; die Zentrale von Intersport España knabberte an einem Minus von 11%. Gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Lage sind diese Ergebnisse aber immer noch zufriedenstellend.
Im vierten Quartal des letzten Jahres entwickelten sich die Umsätze von Intersport International besonders erfreulich und lagen mit circa 6% über Vorjahres-Niveau, unter anderem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, die in den Geschäften traditionell im Dezember ihre Schatten vorauswirft.
Auch wenn in diesem Jahr Afrika das Epizentrum der Sportwelt darstellen dürfte, schaut IIC sehr konzentriert nach Asien. Die ersten vier rot-blauen Geschäfte in Südkorea – alle mit einer Verkaufsfläche zwischen 2000 und 3000 Quadratmetern – öffnen vor Mai unter der Ägide von LG Fashion, dem lokalen Partner des Verbunds. Auch auf der arabischen Halbinsel wird es Neues geben: Dubai-Lizenznehmer Al Futtaim will demnächst die ersten Geschäfte in Saudi-Arabien und Abu Dhabi aufmachen. (Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe von SGI Europe.)

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