Für Schuhe und Bekleidung fordert Straßburg „Made in …“-Labels
03.12.2010
Das Europaparlament hat einen Antrag angenommen, nach dem bei verschiedenen Produkten künftig das Herstellerland verbindlich angegeben werden muss. Dazu gehören Schuhe und Textilien, aber nicht andere Sportartikel, wie zum Beispiel Brillen.Kritisch wird dieser parlamentarische Vorstoß allein dadurch, dass Produkte, die in einer Reihe von Ländern hergestellt werden, nicht ihre Herkunft ausweisen müssen. Dazu zählen die komplette Europäische Union, die Türkei, die Schweiz mit Liechtenstein, Norwegen und Island.
In der Branche hält man das für groben Unfug. Mark Held, Generalsekretär der European Outdoor Group, findet diesen alten Vorschlag „lächerlich“. Nach Helds Angaben hätte nur eine Verbraucherschutz-Organisation aus einem einzelnen EU-Land diese neue Marschrichtung unterstützt.
Vom Grundsatz her hat die EOG nichts gegen Etiketten, die das Herkunftsland ausweisen, hält das ganze Szenario, wie es jetzt auf den Weg gebracht wird, für irreführend. Held stellt sich und der Branche die Frage, was es für einen Sinn macht, dass in Italien Schuhe mit dem Gütesiegel „Made in Italy“ geziert werden, wenn die Einzelteile aus Albanien oder Indonesien stammen.
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