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Der Vertrieb in Spanien kommt Puma spanisch vor

Puma bestätigt Berichte, nach denen das Unternehmen eine 100%ige Niederlassung für Spanien gegründet hat, nachdem ein Vertrag mit dem bisherigen Distributeur, Estudio 2000, zum Ende letzten Jahres auslief.

Tatsächlich laufen jedoch noch Verhandlungen zwischen Puma und dem früheren Partner bezüglich der Abwicklung ihres Vertrages nach 15 Jahren der Zusammenarbeit.
Die neue Niederlassung, Puma Sports Spain S.L., wurde in Barcelona gegründet, um den Vertrieb der kompletten Puma-Kollektion ab Anfang 2010 in die Hand zu nehmen. Der deutsche Anbieter ist überzeugt, dass die neue Tochter alle Rechte hat, um sofort in den Vertrieb einzusteigen. Nach spanischen Zeitungsberichten, beispielsweise von CMD und La Verdad, könnte sich die Entscheidung eines Schiedsgerichts bis März hinziehen.
Diese Streitigkeiten haben ihre Wurzeln in den sechziger Jahren des letzten Jahrhundert, als Leon de Cos Borbolla, ein Geschäftsmann aus Madrid, sowohl die Marken Adidas und Puma für Spanien registrieren ließ. Horst Dassler (Adidas) gelang eine Einigung mit de Cos, während sein Cousin Armin (Puma) ein entsprechendes Agreement nicht einsah. De Cos machte gemeinsame Sache mit verschiedenen Ex-Fußballern, um durch Estudio 2000 Puma-Bekleidung in Spanien zu verkaufen. Vicente und Fermin Bernad, zwei Schuh-Hersteller aus Elche, stiegen in das Business ein, um Puma-Schuhe im Land zu vermarkten. Offenbar verlor de Cos ein wenig den Überblick über seine Geschäfte, und die Bernad-Brüder übernahmen in den achtziger Jahren die Mehrheit an Estudio 2000 sowie die Rechte an der Marke Puma.
Als Jochen Zeitz die Führung bei Puma übernahm, einigte er sich mit den Brüdern Bernad außergerichtlich: Im Jahr 1995 erhielt Puma die Rechte auf die eigene Marke zurück, im Gegenzug erhielt Estudio 2000 die exklusiven Vertriebsrechte.
Nun erzählte Vicente Bernad der Presse, nachdem Puma sich an den Aufbau seiner eigenen spanischen Niederlassung machte, dass ein offener Punkt in der Einigung von 1995 nicht exakt klärte, unter welchen Bedingungen Estudio 2000 eine Option auf Vertragsverlängerung um fünf weitere haben könnte
Andere Quellen besagen allerdings, dass es bei dem Schiedsverfahren nicht um die Beendigung des Vertrags an und für sich ginge, sondern eher um die mögliche Kompensation, die Puma an die Bernad-Brüder zu zahlen hätte.

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