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Decathlon: Ausland erstmals stärker als der Heimatmarkt

Für das letzte Jahr meldet Oxylane, die Muttergesellschaft von Décathlon, einen Umsatzsprung von 9,5% auf 5,44 Mrd. EUR (ohne Mehrwertsteuer). Den Löwenanteil erwirtschafteten unverändert die Fachmärkte im Decathlon-Format, während andere Angebote wie Decat' (kleine Geschäfte), Koodza (Discountschiene) oder das Internet-Business nach wie vor eine Nebenrolle spielen.
Die meisten Zuwächse gelangen den Franzosen im Ausland. Damit spielte die Kette mit einem Anteil von 47% (2008: 51%) zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte in Frankreich weniger Umsatz ein als auf allen anderen Märkten zusammen. Der Anstieg des Auslandsgeschäfts ist nur teilweise auf neue Geschäfte zurückzuführen.
Ohne genaue Zahlen zu nennen, verrieten Decathlon-Manager, dass die Zuwächse am Heimatmarkt in etwa denen des französischen Sport-Fachhandels insgesamt entsprachen, die im vergangenen Jahr bei etwa 1,4% lagen. Insgesamt sanken die erzielten Durchschnittspreise, um noch mehr Kunden anzusprechen. Konsequenterweise hob Decathlon in Frankreich seine Ausgaben für Werbung um bemerkenswerte 21% auf 36,5 Mio. EUR an.
Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 4%. Gegen Ende 2009 betrieb die Kette 472 Geschäfte in 14 Ländern. Im vergangenen Jahr öffnete Decathlon weltweit 45 neue Geschäfte, wobei in Frankreich zwei Flächen geschlossen wurden.
Wie bereits berichtet, feierte Decathlon im letzten Jahr Premiere in Rumänien mit einem Geschäft in Bukarest. 2010 haben die Franzosen die Türkei ganz oben auf dem Zettel: Der erste Store öffnete am 14. April in Ankara; ein zweiter soll am 19. Mai in Istanbul folgen. Weitere Expansionsfelder sind im laufenden Jahr die Tschechische Republik, Portugal, Russland, China und – wer hätte es gedacht – Deutschland.

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