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Columbia zieht Gore vor die Wettbewerbshüter

Portland. Columbia Sportswear und deren italienische Membran-Tochter OutDry haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen Gore-Tex-Vermarkter W.L. Gore & Associates wegen Verletzung des Wettbewerbsrechts eingereicht. Demnach ist zu überprüfen, inwieweit Gore seine dominante Marktposition bei Membranen für Schuhe und Handschuhe missbraucht. Columbias Gang nach Brüssel folgt auf eine Vorladung, die die US-amerikanischen Wettbewerbshüter Gore wegen ähnlicher Beschwerdepunkte zustellten. Gegenstand der Untersuchungen sind Exklusiv-Vereinbarungen mit Konfektionären und die Frage, ob diese unfairem Wettbewerb gleichkämen. Für Matteo Morlacchi, Geschäftsführer von OutDry, ist bei der Prüfung des Sachverhalts bei der Kommission insbesondere die Frage spannend, warum es bei Textilien gängige Praxis sei, dass Gore den Konfektionären neben der Verwendung von Gore-Tex auch den Einsatz eigener Laminate erlaube, aber es dies bei Schuhen und Handschuhen de facto nicht gebe. Bei Gore selbst gibt man sich gelassen. Unternehmenssprecher Michael Haag betont, dass man mit den amerikanischen Wettbewerbsbehörden kooperativ zusammenarbeite. Für Europa stellt Haag gegenüber sportFACHHANDEL klar, dass seine Firma bislang von keiner europäischen Institution irgendeine offizielle Mitteilung über den Sachverhalt erhalten habe. Außerdem gebe es keinen Zweifel über die Integrität der Verträge, die Gore mit seinen Konfektionären abschließt. mh

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