Chinas Textilmarken legen zu – auf Kosten der Global Players
27.08.2010
Im vergangenen Jahr schrumpfte der weltweite Markt für funktionelle Sportbekleidung um 2,9% auf 60,8 Mrd. USD; das Geschäft mit funktionellen Schuhen gab dagegen nur um 0,1% auf 33,1 Mrd. USD nach.
Das ergab die jährliche Analyse von SGI America und Europe. Die Diskrepanz zwischen der Entwicklung von Bekleidung und Schuhen erklärt sich aus dem unveränderten Wachstum in China und anderen Schwellenmärkten, wo sich offenbar Schuhe besser verkaufen ließen als Bekleidung. Beide Kategorien mussten auf Großhandels-Ebene Federn lassen, weil die Händler damit beschäftigt waren, ihre Lagerüberhänge abzubauen. Vom generellen Rückgang waren auch die ganz großen Marken betroffen: Bei der Bekleidung bleibt die Adidas-Gruppe (mit Reebok) als Nummer 1 auf komfortablem Abstand zu Nike. Beide Anbieter mussten Umsatzeinbußen im Bereich von 8,5% hinnehmen. Zu einem bestimmten Grad war für beide Konzerne entscheidend, dass 2009 auf ein olympisches Jahr folgte, in dem große Anstrengungen unternommen wurden, um die eigenen Marktanteile zu steigern.Verglichen mit 2007 konnten Adidas Group und Nike im letzten Jahr allerdings sehr wohl ein wenig Marktanteile gewinnen.
Auf dem dritten Rang blieb unverändert VF Corporation. Der Konzern musste Einbußen in seinem Bereich „Imagewear" hinnehmen, während das Segment Action Sports & Outdoor rund um die Marke The North Face erneut an Boden gewann.
Das Geschäft mit funktioneller Sportbekleidung in Asien war tatsächlich von einem Aufschwung der chinesischen Marken geprägt, die den großen westlichen Marken zunehmend das Leben schwer machen. Die Marktanteile von Adidas in Fernost schrumpften um 2,5, die von Nike um 0,9 Prozentpunkte. Ohne Zweifel waren die lokalen Anbieter in China die absoluten Wachstumssieger, darunter Li Ning (+25,5%), China Dongxiang (+30,4%) und Anta (+27%).
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