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Blacks macht sich, ist aber noch nicht „back to black“

Blacks Leisure, Großbritanniens führender Outdoor-Händler erholt sich allmählich von seiner zuletzt turbulenten Geschichte, in der sich immer mehr Schulden aufhäuften und es Inhabern und Management nicht gelang, die Kette weiterzureichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (26. Februar) konnten die Verluste vor Steuern signifikant von 49,8 auf nur noch 5,9 Mio. EUR gesenkt werden.Im Geschäftsjahr 2010/11 ging der Umsatz um 16% zurück, flächenbereinigt allerdings nur um 6,1%. Insgesamt brachte die britische Megakette Erlöse in Höhe von umgerechnet 224,7 Mio. EUR auf die Waage. Das Saldo der betriebenen Läden verringerte sich zwar nur geringfügig von 313 auf 308, wobei die meisten der geschlossenen Geschäfte entweder sehr klein oder Verlustbringer oder beides waren. Allerdings wurden 13 größere Stores neu eröffnet oder runderneuert, die inzwischen schon beeindruckende 10% des Gesamtumsatzes beisteuern. Die nach wie vor zögerliche Umsatzentwicklung erklärt sich die Unternehmensführung vor allen Dingen durch das widrige Konsumklima, das in Großbritannien vorherrscht und den Einzelhandel auf den Inseln insgesamt und über alle Branchen hinweg trifft.
Nach Darstellung von Blacks galt dies insbesondere für die erste Hälfte des ­Geschäftsjahres, die noch von den Folgen der Wirtschaftskrise geprägt war. Die zweite Halbzeit verlief dank kräftigen Schneefällen im Vereinigten ­Königreich und erfreulich robusten Weihnachtseinkäufen der Verbraucher deutlich besser. Unverändert ungenießbar waren für die Kette die Ergebnisse ihrer Board­sport-Sparte, von der sich Blacks ­Leisure im Laufe dieses Jahres ­ohnehin ­verabschieden will. Flächenbereinigt brachen die Umsätze in ­diesem ­Geschäftsfeld um stramme 28,5% ein.
Im Gegenzug gibt das Internetgeschäft Grund zur Freude: Die Online-Umsätze stiegen im abgelaufenen Fiskaljahr um 44,2%, machen aber mit einem ­Geschäftsanteil von 4,8% (2009/10: 2,7%) immer noch einen kleinen Teil des Blacks-Business aus, der aber ­künftig forciert werden soll.
Die Bruttomarge der Kette gab im letzten Jahr um 2,9 Prozentpunkte auf 48,7% nach. Das Management erklärt sich diese ungünstige Entwicklung mit der Stärkung des US-Dollars gegen­über dem britischen Pfund und einem Wareneinkauf, der noch von einer größeren Zahl von Läden ausgegangen war. Dies führte im ersten Halbjahr zu einem erhöhten Druck, das Lager in einer Phase zu räumen, in der die Nachfrage eher schwach war. Mit der Bekanntgabe der Geschäftszahlen stellte Blacks Leisure auch die neue Vorstandsvorsitzende vor: Julia Reynolds ersetzt Neil Gillis, der seinen Rücktritt bereits im Februar angemeldet hatte. Reynolds diente zuletzt dem Internethändler figleaves.com als CEO. Zuvor arbeitete sie als Category Managerin bei der Supermarkt-Kette Tesco.
 

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