Vor dem Börsengang ist Sanfo ziemlich gut drauf
26.08.2011
Sanfo, der führende spezialisierte Outdoor-Händler in China, kam im ersten Halbjahr gut voran, und niemand in der Branche zweifelt an einem erfolgreichen Börsengang innerhalb der nächsten zwei Jahre.
In jedem Fall hielt Heng Zhang, der Gründer und Chef der Kette, sein Versprechen, das er auf der letzten Ispo in Peking abgegeben hatte: Er steigerte die Zahl seiner Läden von 26 auf 29 in der ersten Hälfte des Jahres. Zwei bis drei neue Geschäfte sind noch für den Rest des Jahres geplant.
In den ersten sechs Monaten entwickelte sich Sanfos Geschäft sensationell: Der Umsatz stieg um etwa 54% auf 110 Mio. CNY (11,9 Mio. EUR), wenn auch nicht flächenbereinigt. In der Regel steuert die erste Hälfte des Jahres nur 40% der gesamten Bilanz bei. Gleichzeitig war nach Aussage von Zhang der Zuwachs beim operativen Gewinn sogar höher als beim Umsatz.
Damit ist der Sanfo-Chef motiviert, das Unternehmen kurzfristig an die Börse zu bringen. Mit dem eingespielten Kapital könnte sich die Kette bis zu 15 neue Geschäfte pro Jahr erlauben.
Wenn der Börsengang noch nicht im nächsten Jahr gelingt, dürfte das Wachstum in Bezug auf neue Shops geringer ausfallen: Nach Angaben des Pioniers im Reich der Mitte sind dann eher sechs bis acht Läden pro Jahr möglich. Unterdessen entschied sich Sanfo für dieses Jahr, noch mehr westliche Marken ins Programm zu nehmen, darunter Salewa, Berghaus und Millet. Im Herbst wird Haglöfs den Markteintritt mit dem ersten Shop-in-Shop bei Sanfo wagen.
Gleichzeitig probiert sich Sanfo seit diesem Jahr im Großhandels-Geschäft, was für Einzelhändler-Kollegen in China ungefähr so unpopulär ist wie in Europa. Dennoch öffnete Sanfo die Abteilung, die auf den netten Namen Beijing Travel Mouse Outdoor („Peking Reisemaus Outdoor“) hört und derzeit Marken wie Nikwax, Scarpa und Westcomb führt. Das Geschäft mit Yeti, der deutschen Schlafsack-Marke, wird allerdings nicht mehr weitergeführt. Stattdessen konzentriert sich Travel Mouse auf Scarpa. Nach Sanfo-Angaben beläuft sich die Vororder, die im September die chinesischen Geschäfte erreicht, auf beeindruckende 4000 Paar Schuhe.
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