Hanwag

Sport-Weltverband macht gegen Handelsbarrieren mobil

Vertreter der weltweiten Sportbranche und von Regierungen verschiedener Länder haben sich vehement dafür ausgesprochen, globale Handelsbarrieren abzubauen. Dies geschah unlängst auf einer Sondersitzung der World Federation of the Sporting Goods Industry (WFSGI) bei der Welthandelsorganisation WTO in Genf. Dabei wurde argumentiert, dass ein offenerer Zugang zu Sportartikeln die physische Fitness der Menschen verbessern würde. Tom Cove, Präsident der amerikanischen Herstellervereinigung SGMA, betonte – gestützt auf Schätzungen der Weltgesundheits-Organisation WHO –, dass physische Inaktivität weltweit der viertwichtigste Grund dafür ist, dass Menschen sterben. In den USA alleine stieg die Rate der Fettleibigkeit in den letzten 50 Jahren um über 400%, und dieser Trend scheint ungebrochen.
Yu-Fu Lin, ständiger Vertreter Taiwans bei der WTO, forderte alle Mitgliedsstaaten dazu auf, einen Vorschlag zu unterschreiben, der darauf abzielt, den weltweiten Handel mit Sportartikeln zu liberalisieren. Die WFSGI verlangt, dass Zölle auf Sportausrüstung auf 0% reduziert werden müssen, worunter auch Schuhe und Bekleidung fallen sollten.
Derzeit unterhalten besonders Argentinien, Brasilien und sieben weitere wichtige Herstellerländer protektionis­tische Handelsschranken, die sich in ­ers­ter Linie gegen China richten. Auch die Europäische Union – insbesondere auf Druck Italiens – führte einen jahrelangen Handelskrieg mit Strafzöllen auf Schuhe aus China und Vietnam, der auch nicht-technische Sportschuhe tangierte. Entsprechende Strafzölle wurden aber unlängst auf Eis gelegt.
 

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