Hanwag

Norwegische Lieferanten tauschen ihre Händler aus

 

Die teilweise aggressive Expansion verschiedener Handelsketten im umkämpften skandinavischen Markt geht inzwischen auch nicht an den Lieferanten vorüber, die jetzt ihre Optionen überprüfen, mit welchen Händlern sie zusammenarbeiten – und mit welchen nicht.

Unlängst entschied sich Bergans, der Marktführer im norwegischen Out­door-Business, seinen Zentralregulierungs-Vertrag mit Gresvig, des Landes größter Verbundgruppe, nicht mehr zu verlängern. Zu Gresvig gehören die ­Kooperationen G-Sport und G-Max ­sowie die nationale Sektion der Intersport. Stattdessen wird Bergans künftig mit XXL zusammenarbeiten, einer Kette, die sich für Skandinavien ein straffes Expansionsprogramm auferlegt hat und durch große Flächen und kleine Preise profiliert ist. Bereits vor zwei Jahren entschied sich Norrøna, auf die ZR bei Gresvig zu ­verzichten, ein Jahr später tat Helly Hansen den gleichen Schritt.Nach eigenen Angaben war Bergans mit den Konditionen, die sich Gresvig vorstellte, nicht mehr einverstanden. Zudem eröffnen sich dem Lieferanten durch das internationale Ausgreifen von XXL neue Optionen im Ausland, vor allen Dingen im Nachbarland Schweden. Gleichwohl ist die Entscheidung der Marke einschneidend. Gresvig selbst, der künftig ohne drei der bestverkauften Marken in Norwegen dasteht, bestätigte, dass der Verbund für dieses Jahr Bergans-Ware im Wert von immerhin knapp 20 Mio. EUR eingekauft hat. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass sich der Gesamtumsatz des Ausrüsters im vergangenen Jahr auf rund 83 Mio. EUR belief, wovon auf den Heimatmarkt etwas mehr als 67,3 Mio. EUR entfielen.  

 

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