Mit Zahlen und Personalien landet Callaway im Bunker
09.07.2011
Callaway Golf hat aus dem Kreis seines Vorstands einen neuen, vorläufigen Chef gewählt. Diese Entscheidung kam unlängst nach dem abrupten Abgang des CEO und Präsidenten, George Fellows, vor etwa drei Wochen. Der Schritt folgte zeitgleich mit einschneidenden Umstrukturierungs-Maßnahmen, um wieder profitabel zu werden. Demnach wird am Personal auf allen Ebenen des Unternehmens gekürzt.Der 68-jährige Fellows stand seit 2005 an der Spitze der Golf-Legende und meisterte in dieser Zeit – vor der Wirtschaftskrise – Rekord-Umsätze und -Profite für Callaway. In der Ära Fellows gab der Golf-Anbieter kräftig Gas, um das Unternehmen zu globalisieren und den Grünen Sport auch wieder olympisch zu machen. Die offizielle Begründung für Fellows‘ Rückzug geht dahin, dass er das Pendlerleben zwischen der Zentrale von Callaway in Kalifornien und seiner Familie in New York nicht mehr wollte. Allerdings teilte Ron Beard, der Chef des Aufsichtsrats, unverzüglich mit, dass Callaway nicht genau da ist, wo die Firma sein sollte, was die Profite anbelangt.Der neue Kapitän auf dem amerikanischen Schiff heißt Anthony Thornley, der schon seit 2004 im Vorstand einlocht und nun Fellows‘ Position auf einer Interims-Basis ausfüllt. Sein Handicap ist einstellig und er war zuvor über viele Jahre bei Qualcomm tätig, einem Unternehmen für drahtlose Kommunikation.Thornley wird bei Callaway ein paar Ställe ausmisten dürfen: Ausgiebige Personal-Kürzungen sollen vor Steuer rund 50 Mio. USD einsparen – teilweise schon in diesem Jahr. Der neue Mann auf dem Grün sagt, dass „aggressive” Maßnahmen einzuleiten sind, weil sich das Unternehmen nicht so schnell erholt, wie es sollte. Thornley unterstreicht, dass ein Teil der Einsparungen reinvestiert werden – und zwar in Marketing-Maßnahmen, um die Marken der Gruppe zu stärken.
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