Das ist der Gipfel: Höhepunkte des International Mountain Summit 2011
10.10.2011
Brixen. Aller guten Dinge sind Drei: Zum dritten Mal trifft sich die Berg-Szene in Brixen zum International Mountain Summit (IMS). Vom 21. bis 30. Oktober informieren, analysieren und diskutieren Top-Alpinisten, Kletter-Stars sowie Fachleute und Experten über das Thema Berg. sportFACHHANDEL, seit der OutDoor Kooperationspartner der IMS (SFH Ausgabe 17/2011, S. 12), gibt einen Überblick über die wichtigsten Gedanken-Highlights. Klettern – als Leistungs- und Breitensport – hat seit geraumer Zeit Hochkonjunktur: Immer mehr Kletterhallen in den Städten und Hochseil-Gärten sprechen eine klare Sprache. Auch in den Schulen hat sich Klettern als Teil des Sportunterrichts etabliert. So beginnt auch der IMS-Kongress mit der Fachtagung „Klettern und Gesundheit". Von der Kindheit bis ins hohe Alter kann diese Sportart ausgeübt werden und aktiviert nicht nur vielfältige Muskelgruppen, sondern fördert unter anderem auch Kreativität, Konzentration, Willenskraft und Teamfähigkeit. Am 21. Oktober (14 Uhr) wird diese Thematik eingehend besprochen und natürlich auch auf die Gefahren hingewiesen, die hinter zu intensivem und falschem Training lauern. Ab 20.30 Uhr stehen „Bergschicksale – die Schattenseiten der Gipfelerfolge" auf dem Programm: Wie haben diese den Alpinismus verändert? Bergunfälle bleiben zwar unwillkürlich, führen jedoch auch zu neuem Sicherheitsdenken und zu neuen Sicherungstechniken.„Showbühne Berg" steht am 22. Oktober (10 Uhr) zur Debatte: Werden Berge immer mehr zur Kulisse für künstliche Helden, Product Placement und Selbstdarstellung? Entsprechende Bücher, Bilder und Filme werden immer spektakulärer. Heute wird vom Gipfel telefoniert, gebloggt und geskypt, was das Zeug hält. Welche Rolle spielen die Medien? Sind Alpinisten ihre Helden?
Alpen, Anden und Himalaya: Gebirgszüge sind natürlich faszinierend. Mit neuen Perspektiven im Tourismus wurden Berge zunehmend zum Erholungsraum. Viele Bergliebhaber erfahren diese Orte beim Wandern oder Klettern aber auch als spirituelles Erlebnis. Beim Gedankenaustausch über „Berge und Spiritualität" am 23. Oktober (15 Uhr) geht es um Sinnsuche und Selbstfindung.
„Sport-Grenze Wald" – Wie viel Sport verträgt der Wald? Am 28. Oktober (9 Uhr) findet dazu eine Vortragsreihe mit anschließender Podiumsdiskussion statt. Im Mittelunkt stehen aktuelle und künftige Trends der alpinen Outdoor-Aktivitäten und deren Folgen auf das Ökosystem. Der Druck auf die Natur nimmt ohne Zweifel zu, da neue Funsport-Arten wie Mountainbike-Downhill, Mountain-Cart und Geocaching immer weniger Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Wie lassen sich Natursport-Arten in Einklang mit der Natur bringen?
Dass Alpinisten ihre Leistungen auch vermarkten, ist legitim. Viele Bergsteiger leben inzwischen von Sponsoring, Vortragsreisen und Büchern recht gut. Doch was, wenn zum Beispiel eine Kameraeinstellung wichtiger für die Karriere ist, als
der Schwierigkeitsgrad der Kletterwand? „Show-Alpinismus" lautet das Stichwort am 28. Oktober (21 Uhr). Wie viel Leistung steht noch hinter der Show? Können die sportlichen Aktionen wirklich noch von der breiten Masse nachvollzogen
werden? rs
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