Transa schlägt Brücke zwischen On- und Offline-Kauf
25.03.2010
Der Schweizer Outdoorfilialist Transa hat seinen Web-Auftritt komplett erneuert und erstmals einen Online-Shop integriert sowie eine Menge Informations- und Serviceangebot ins Netz gestellt.
Die Verlinkung zu den stationären Läden von Basel über Bern, Luzern, St. Gallen bis Zürich und Winterthur baut eine Brücke zwischen On- und Offline-Einkauf. Über die abrufbare Verfügbarkeitsprüfung lässt sich blitzschnell überblicken, in welchem der insgesamt zehn Transa-Läden das jeweilige gute Stück auch live verfügbar wäre. Diese Funktionalität zeigt jedoch noch Lücken. Zusätzlich wird eine telefonische Versandanfrage angeboten, die nicht über eine teure Servicenummer, sondern über einen normalen Festnetz-Anschluss im Züricher Transa-Service-Center landet.
Die neue Startseite von Transa lebt vom Bild, ohne dabei graphisch überladen zu wirken: Outdoor-Impressionen werden mit Produktvorstellungen kombiniert, die nur einen Klick weiter detailgenau erläutert werden und nach zwei weiteren Klicks bereits im virtuellen Warenkorb landen. Unübersehbar unter dem oben links angeordneten Transa-Logo befindet sich als Querleiste noch in der oberen Bildhälfte das Navigations-Menü: „Online-Shop“ , „Beratung“, „Service“, „Transa-Läden“ sowie „Über uns“. Damit sind die wichtigsten Anlaufpunkte verfügbar.
Multi-Channel-Strategie nach deutschem Vorbild
Die Eingangseite zeigt außerdem textlich und bildlich gestaltete Info-Leistungen (etwa über die eigene Service-Karte, zu Film-Abenden oder aktuellen Themen-Events). Schließlich wird auch noch das „Transa-Handbuch“ beworben, das auf 400 Seiten fast 2500 Produkte (Bike und Outdoor) vorstellt. Das Werk ist natürlich online bestellbar. Wie der große Bruder (und 25%-ige Mitgesellschafter) Globetrotter aus Deutschland zieht der Schweizer Outdoor-Händler somit gleich zum Start alle Vertriebsregister: Online-Shop, stationäre Läden und klassisches Katalogbusiness. Der User hat damit alle Optionen und Angebote auf einen Blick und in der Hand. Das ist vorbildlich. Schlussendlich führt ein Link am rechten unteren Rand zum Reisebüro-Partner „Globetrotter Service“ in der Schweiz. Dieser wirbt auf den eigenen Seiten für sich mit sehr viel Information über Reiseländer, Reisebedingungen und Entwicklungen.
Man könnte die gelungene Frontseite damit stehen lassen, doch wird der User durchaus angeregt, hinter die Angebote zu schauen. Allerdings wird auch nur derjenige, der wirklich den Online-Kauf sucht, dazu animiert sein, den Shop-Button zu klicken. Ansonsten könnte man dazu verleitet werden, schlicht nur durch die unterschiedlichen Themen-Bereiche zu surfen und die Transa-Website dann wieder zu verlassen.
Die Begrüßung im „neuen Online-Shop!“ fällt nüchtern aus: mit einem Action-Bild, drei Produkten aus drei unterschiedlichen Kategorien und einem Infokasten, der über die Vorteile und Sicherheitsvorkehrungen beim Online-Kauf informiert. Zur Option steht die Registrierung, sie ist jedoch kein Muss. Die Navigation erfolgt übersichtlich über die Kategorien „Bekleidung“, „Schuhe“, „Ausrüstung“, „Zubehör“ und „Bike“. Die freigestellten Artikel können gezoomt werden, jedoch gibt es keine 3D-Ansicht. Hervorzuheben ist, dass zu den jeweiligen Produkten Zubehör-Tipps und Pflegemittel an die Hand gegeben werden. Auch User-Bewertungen sind erlaubt. Für viele Online-Käufer sind das mittlerweile nützliche Verkaufshilfen. Die jeweiligen Produktinformationen zu den einzelnen Teilen sind ausreichend, wenn auch nur Standard.
Feine Seite mit kleinen Kinderkrankheiten
Zum Zeitpunkt der Seitendurchsicht waren einige Produkte entweder online gar nicht verfügbar (was dem User zumindest angezeigt wird) oder in bestimmten Größen nicht. Das wiederum enttäuscht und verwirrt möglicherweise. Bei der Überprüfung, ob das Modell eventuell stationär erworben werden kann, erfährt der potenzielle Käufer, dass das Produkt auch in keinem der Läden angeboten wird. Über die Wiederverfügbarkeit erhält der Kunde keine Auskunft. Trotz einiger Kinderkrankheiten hat der eidgenössische Händler eine wirklich vorzeigbare Web-Seite zusammengezimmert: Benutzer-Freundlichkeit ist gewährleistet, auch wenn im virtuellen Regal noch dies und das verbessert werden könnte. rf
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