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Sanierungsfall Fuchsbau

 

Die Website www.bergfuchs.at ist der Webauftritt der beiden Ladengeschäfte in Wien und Graz.

Die Wiener Bergfuchs Fachgeschäft für den Berg- und Wandersport GmbH mit ihrem Geschäftsführer Gregor Schwenk hält 66,6 Prozent an der Bergfuchs Bergsport S. Steiner GmbH in Graz von ­Geschäftsführer Josef Steiner. Besonderen Wert legt das Unternehmen laut eigener Aussage auf ­intensive Beratung und nach­haltige Kundenbetreuung. Alle Mitarbeiter sind demnach selbst aktive Bergsteiger. Das Wiener Ladengeschäft startete 1983; 1996 folgte der Shop in Graz. Neben ihrer Tätigkeit ihm Einzelhandel beliefern die beiden Filialen auch Behörden und Firmen.

 

 

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Die Optik
Das Logo vom Bergfuchs hat einen hohen Wiedererkennungswert – ein roter Fuchs, der sich um einen grünen Berg ringelt. Das Grün des Logos taucht in der Navigation als Schriftfarbe etwa bei den Kategorien links neben den Suchergebnissen wieder auf. Schwierig, insbesondere, weil die Schrift relativ klein ist.
Das helle Grau für die Kategorien ist zwar angenehm zurückhaltend, wenn es bunte Produktbilder daneben gibt, aber bei den Kategoriebildern wirkt es richtig trist. Zudem gibt es hier ein Layout-Problem: Die Beschreibung ist einzeilig; längere Wörter werden einfach abgeschnitten. Dabei entstehen so herrliche Wortkombinationen wie „Steigeisen/Ei“, „Abseil- u. Sich“ oder „Daypacks u. Lif“. Wer hier also nicht erkennt, was auf der Zeichnung abgebildet ist, muss sich mit einer Erklärung per Maus-over zufrieden geben.

Das Handling
Fährt man mit der Maus über den Link „Log in“ öffnet sich ein Pop-up, das von allein nicht mehr verschwindet. Wer sich einloggen will, wird dafür gern einen Mausklick investieren – für alle, die vielleicht auf einen der vier nebenstehenden Links in 8-Punkt-Schrift gezielt haben, ist das Pop-up aber eher ein Ärgernis als eine Hilfe.
Pop-ups, die nicht verschwinden und die niemand braucht, sind ein Unding. Vielleicht kennen Sie eine momentan bei Onlinemagazinen recht beliebte Werbemethode: Sie fahren mit dem Mauszeiger über den Bildschirm und aus Versehen über ein doppelt unterstrichenes Wort. Es öffnet sich ein Werbe-Pop-up, das nervt und ebensowenig verschwindet – und zudem den Text verdeckt, den Sie gerade lesen wollten. Also: lieber eine fixe Login-Box installieren.
Die Bilder – auch der Produkte – laden teilweise extrem langsam. Nutzt man die Hauptnavigation, tut sich beim Klick auf die Hauptkategorien erst einmal gar nichts. Hier sollte auf jeden Fall an der Performance der Site gearbeitet werden.

Der Webshop
Die Suchergebnisse und Kategorien des Shops lassen sich nicht nur nach Geschlecht oder Marke filtern, sondern auch nach Jahreszeit, Material und Materialeigenschaften (etwa „schnelltrocknend“). Zudem gibt es eine Vergleichsfunktion. Der Bergfuchs bietet zusätzlich zu Sportartikeln, Kleidung und Outdoor-Ausrüstung auch Lebensmittel und Bücher an. Hier dreht sich ebenfalls alles um das Thema Berg. Kunden haben die Möglichkeit, ohne Konto zu bestellen.

Usernutzen und Mehrwert
In der Rubrik „Wir über uns“ nehmen die Betreiber Bezug auf die österreichische Bergsportlerin Mizzi Langer-Kauba und das von ihr 1896 gegründete Sportgeschäft. Besonders wichtig, wenn es um bekannte Personen geht (über die es z.B. einen Wikipedia-Eintrag geben könnte): Immer auf die richtige Schreibweise achten. In dem Fall also „Kauba“ und nicht „Kauber“.
Die Betreiber unterhalten sowohl eine Facebook-Seite als auch einen Twitter-Account, auf die nur auf der Home­page verlinkt wird. Zudem gibt es unter jedem Produkt eine Leiste mit Social-Bookmarking-Diensten, die ruhig
prominenter ausfallen darf. Zweck von sozialen Medien ist es, möglichst viele Fans und Follower zu haben, damit
Informationen oder Angebote weit gestreut werden können. Unbedingt notwendig: Links! Betrachtet man, was Menschen auf Facebook so alles teilen, sind wenigstens 90% von Social Media nicht die Inhalte, sondern der Verbreitungsweg. Niemand geht den Umweg über die Suchmaschine, um herauszufinden, ob man Sie auf Facebook findet. Wer auf der Homepage nicht nach unten scrollt, hat den Hinweis vielleicht schon übersehen.
Auch bei Twitter bietet sich ein ­„Folgen“-Button für jede Seite an, anstatt nur die jeweils letzte Twitter-Nachricht – zumal ohne Link! – auf der Website anzuzeigen. Wenige Kunden werden sich die Mühe machen, auf Twitter nach einem Konto zu suchen, von dem der Name nicht dasteht – insbesondere, weil die Twitter-Suche per se mäßig funktioniert. Der Begriff „Bergfuchs“ bringt schon einmal keinen Treffer. Der richtige Name ist „BergfuchsShop“. Die enthaltenen Nachrichten fließen über die Facebook-Seite ein, zu der auf der gesamten Bergfuchs-Site außer auf der Home­page kein Hinweis zu finden ist.

Anita Klingler
 

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