Mit frischem Design zurück im Rennen
09.04.2010
René Marius Köhlers Geschäft mit Fahrrädern fing im Internet an – bei Ebay.
Mittlerweile ist der Jungunternehmer Vorstand der Internetstores AG und Betreiber der Seiten Fahrrad.de sowie Fitness.de. Am Betriebsstandort Esslingen/Neckar sind Verwaltung, Logistik und Abhollager gebündelt. Im März 2009 eröffnete Köhler ein stationäres Fachgeschäft für Fahrrad und Fitness im Westen Stuttgarts, doch der Internethandel blieb sein Steckenpferd. Im Rahmen des Deutschen Versandhandelskongresses wurde www.fahrrad.de als „Bester Onlineshop des Jahres“ im Bereich Business to Customer ausgezeichnet. Anfang März 2010 ging der Relaunch der Seite online.
Die Optik
Klar strukturiert hinterlässt der neue Web-Auftritt einen guten ersten Eindruck. Die Seite ist im Widescreen-Vision-Format realisiert. Hauptfarben sind ein gedecktes Rot und verschiedene Grautöne, die sich an der Navigation orientieren und den Kunden leiten.
Einziges Manko: Auf der Startseite nehmen Flash-Slides die Aufmerksamkeit voll in Anspruch. Die Intervalle sind mit fünf Sekunden pro Anzeige sehr kurz; so können weder die Fotos wirken noch der dazugehörige Text gelesen werden. Die vielen kleinteiligen Informations-Elemente auf der Hauptseite kommen kaum zur Geltung.
Die Unterseiten von Fahrrad.de sind in ihrer Optik deutlich ruhiger. Viel Weißraum lässt die Augen entspannen. In Rot gehaltene Details lenken die Aufmerksamkeit auf Angebote, Preise und Bewertungen.
Das Handling
„Im Sprinttempo zum gewünschten Produkt und dabei noch gut aussehen“, sollte das Motto des neuen Web-Auftritts lauten, sagt Timo Weltner, dessen Internet-Agentur mit der Planung und Umsetzung der Seite betraut war. Dieser Vorsatz scheitert allerdings fast am langsamen Aufbau der Seite, den nur schnelle Internetverbindungen reibungslos wuppen.
Ist die Seite einmal aufgebaut, funktioniert die Bedienung des Hauptmenüs großteils intuitiv. Die Hauptpunkte (Produkte, Marken, Welten, Restposten, Radreisen, Community) sind selbsterklärend. Die Untermenüs öffnen sich teilweise per Mouse-over und folgen der Hauptnavigation. Live-Chat, E-Mail-Service, FAQs, eine kostenfreie Service-Hotline sowie Job-Börse werden bereits auf der Startseite mit Extra-Links vorgestellt und beworben.
An der unteren Seite des Bildrands versteckt sich eine weitere Navigationsleiste, die in einem ausklappbaren Menü noch einmal die Links zu den wichtigsten Themen zusammenfasst.
Der Webshop
Der Einkauf bei Fahrrad.de funktioniert reibungslos über einen jederzeit einsehbaren Warenkorb. Neukunden geben ihre Daten direkt während des Bezahlvorgangs ein, eine separate Registrierung ist nicht notwendig. Die Bezahlung selbst kann auf klassischem Weg per Sofortüberweisung, Bank-überweisung oder Kreditkarte und mittels Nachnahme erfolgen. Zusätzlich bietet Fahrrad.de Ratenkauf, PayPal und Paymorrow an.
Usernutzen und Mehrwert
Fahrrad.de setzt voll auf Social Commerce und User Generated Content. Mit Community-Elementen soll der Kunde aktiviert und eingebunden werden. Ein Bonifikationsmodell liefert zusätzlichen Anreiz: Für Aktionen auf der Seite erhalten die User „Internetstars“. Wer aktiv ist, erarbeitet sich so einen Gegenwert in Euro, den er in Form einer Gutschrift einlösen kann.
Neben einer Foren- und Blog-Funktion können auch Bilder sowie Videos hochgeladen und von anderen Usern bewertet bzw. kommentiert werden. Auch die Produkte selbst können bewertet und weiterempfohlen werden. Ein unterhaltsames und praktisches Gimmick sind die GPS-Touren: Eine in die Seite integrierte Google-Map zeigt den Tourverlauf an; es gibt ein Höhenprofil sowie eine Beurteilung von Spaßfaktor, Landschaft, Kondition und Technik.
Anita Klingler
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