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Overkill erkennt den Trend der Zeit: Limitierte Auflagen, selektive Produkte

Aus der Berliner Street-Art-Szene heraus machte sich 2003 ein junger Händler mit einer innovativen Geschäftsidee selbstständig. 2005 folgte der Internetauftritt.
Mit einer breiten Präsenz auf Social-Network-Plattformen wie Facebook oder Twitter und in Kürze auch eBay stellt sich der Newcomer breit auf und ist ganz vorne auf der Web 2.0-Welle dabei. sportFACHHANDEL hat sich auf der Online-Seite umgeschaut und beim Händler nachgehakt.

 

Strategisch schlicht: Das Produkt zählt
Der Berliner Streetwear-Anbieter „Overkillshop.com“ lässt seine Produkte sprechen: Die farbigen Abbildungen heben sich deutlich von dem schwarz-weißen Design der Seite ab. Geschickt: Die Nummer des Kundenservice und die Preisauszeichnungen sind in Rot gestaltet. Der gezielte Farbtupfer auf der sonst so schlichten Seite lenkt den Blick automatisch von den Angeboten zur Bestell-Hotline. Die schwarz unterlegten Navigationselemente sind übersichtlich angeordnet und einfach zu bedienen. Alles in allem: Daumen hoch!

Global vernetzt: „Familie Overkill“
Die Seitennavigation zeigt, was der Online-Store zu bieten hat. Interessant: Die Detailansicht der Produkte ist mit einem Währungsrechner versehen. Der Kunde kann zwischen Euro, Dollar, britischen Pfund und japanischen Yen wählen. „Unser Online-Klientel kommt von überall her“, erklärt Inhaber Thomas Peiser. „Neben Berliner Stammkunden und Touristen verkaufen wir global in alle Länder und Kontinente.“ Aus diesem Grund bietet Overkill neben Deutsch, noch die Sprachen Englisch und Russisch an. Bei letzterer hapert es allerdings noch an etlichen Stellen. Für den Kauf sind Versand, Porto und Zahlungsoptionen prominent platziert und bieten dem Kunden direkten Zugriff auf alle notwendigen Informationen. Kundenfreundlich ist der direkte Draht zur Service-Hotline. Ein Hinweis auf die Berliner Filiale sowie deren Vorstellung mit Foto und Kurzbeschreibung, laden ein, selbst bei „Familie Overkill“ vorbei zu schauen.

„An allen Fronten medial mitfeuern“
„Unser Ziel ist es, einzigartige Produkte zu generieren, die der Kunde sonst nicht so leicht finden kann“, erklärt Peiser die Geschäftsidee. Der Jungunternehmer hat sich in seinem Sneaker-und Streetwear-Sortiment auf seltene Ware und Raritäten spezialisiert. Hierfür habe er exklusive Absprachen mit verschiedenen Herstellern, die limitierte Modelle zur Verfügung stellen. Das Besondere an dem Webshop: „Unser Produktportfolio ist komplett vernetzt“, so der Jungunternehmer. Alles, was der Kunde auf der Website sehe, könne er im Ladengeschäft kaufen und anders herum, erklärt der Overkill-Inhaber. „Jeder neue Artikel wird automatisiert im Web­shop angezeigt und erscheint gleichzeitig als Meldung auf Twitter, Facebook und Co.“, erklärt Peiser. Durch die flächendeckende Vernetzung seines Stores mit allen gängigen Online-Netzwerken, erreiche er seine Kunden direkt, egal in welcher Community sie sich bewegen. „Wir sind auf allen Plattformen vertreten und geben online richtig Gas.“ Das nächste Projekt steht schon an: In Absprache mit den Herstellern arbeite er aktuell an einer Integration mit Ebay, verrät der Geschäftsmann. „Ebay ist die weltweit größte Online-Verkaufsplattform, da wollen wir natürlich mitmischen“, so Peiser. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es zunächst notwendig, den Kundenstamm zu erhöhen. „Dafür müssen wir an allen Fronten medial mit feuern“, erklärt der Overkill-Chef.

Social Networking: Der direkte Draht zum Kunden
„Wir führen Raritäten und limitierte Auflagen mit hohem Seltenheitswert.“ Aktuelle Meldungen auf Twitter oder Facebook halten den Kunden auf dem neuesten Stand und er verpasst keine Neuheit. „Der Kunde muss sich dann nur noch entscheiden, ob er die Produkte online kauft oder doch lieber bei uns im Store vorbei schaut.“ Die Online-Strategie geht auf: „Die Vernetzung mit dem User funktioniert extrem gut“, resümiert der Store-Inhaber zufrieden. Online gestellte Produkte sind meist kurz darauf weg.
Der Streetwear-Händler engagiert sich auch kulturell. Sein Blog bietet Videos und Informationen rund um die Street-Art-Szene. Peiser initiiert Projekte und veranstaltet regelmäßige Events, wie Street-Art-Ausstellungen, Konzerte, Film-Festivals, Kiez-Arbeitsgruppen mit Jugendlichen und Kindern oder Produkt-Neuvorstellungen. „Durch unser breites kulturelles Engagement können sich unsere Kunden auch über die reinen Produkte hinaus informieren, sich engagieren und Gleichgesinnte treffen“, erklärt Peiser. „Das ganze Spektrum zu zeigen“ entspreche der Genese des Stores und zeige deutlich die Philosophie: „Wir verkaufen, was uns persönlich gefällt und berichten über alles, was uns selbst interessiert und lesenswert erscheint.“

Fazit: Eine kundenorientierte Web­site am Puls der Zeit. Die Verlängerung der Filiale ins Internet wird konsequent zu Ende gedacht und bietet einen hohen Mehrwert.   rf
 

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