Balance-Akt zwischen Berg und Tal
07.02.2011
Kitzbühel. Der hochmodische Sportalm-Look wird jetzt auch in Sympatex-Materialien verpackt: Die österreichische Traditionsmarke will damit funktionelle „Lücken“ füllen, erklärt Geschäftsführerin Ulli Ehrlich, und zugleich dem Sporthandel eine Alternative geben, den gestiegenen Ansprüchen der Kunden auf der Piste gerecht zu werden.

sportFACHHANDEL: Warum arbeitet Sportalm jetzt mit Sympatex?
Ulli Ehrlich: Eben weil Mode und Funktion nicht mehr zu trennen sind. Noch dazu ist dies eine Lücke im Angebot des Sporthandels: Eine modische Kollektion, die ihr Augenmerk nicht nur auf die Trends legt, sondern diese auch in technisch ausgereiften Modellen präsentiert.
Welchen Anteil soll die technische Kollektion haben und welche Zielgruppe wollen Sie erreichen? Der Anteil wird sich bei 50% der Kollektion einpendeln. Und als Zielgruppe kommen die bisherigen Kunden in Frage, weil die typische Sportalm-Handschrift weiterhin bestehen bleibt. Es werden jedoch auch neue Zielgruppen erschlossen, nämlich jene, für die die Funktion an oberster Stelle steht beim Sport und die froh sind über eine trendige Alternative zum bisherigen Angebot.
Wo wird produziert? Hat Sportalm ein ökologisches Konzept? Sportalm produziert im eigenen Betrieb in Bulgarien. Eine absolute Ausnahme, kommt doch die Skimode sonst fast zur Gänze aus Fernost. Durch ein ausgefeiltes Just in time-System kann schnell und flexibel reagiert werden. Jeder Schritt in der eigenen Supply Chain wird von der Zentrale in Kitzbühel aus gesteuert. Die ökologische Gesamtbilanz ist uns hier wichtig. Wir verzichten auf unnötige Transporte, da wir wesentlich geringere Wege haben als eine Produktion in Asien. Außerdem vermeiden wir Zusatzkartonagen und wechselnde Umverpackungen. Sympatex passt hervorragend in unser Konzept der Nachhaltigkeit. Sympatex ist ein Garant für die Langlebigkeit des Produkts, recycelbar und pflegeleicht. Zum Beispiel kann die Kollektion
gewaschen werden, chemische Reinigung muss nicht sein.
Wie exklusiv ist der Vertrieb? Läuft der Verkauf auch über Ihre eigenen Läden? Der Vertrieb läuft über den gewohnten Sportalm-Außendienst. Da wir schon bisher selektiv in der Wahl unserer Kunden waren, ist eine Exklusivität von vornherein gegeben. Natürlich werden wir die Linie auch in den eigenen Shops verkaufen, wovon es sieben in Österreich und einen in Deutschland gibt, sowie diversen Shop in Shops. Der Sporthandel profitiert davon, indem er nun erstmalig eine Linie präsentiert bekommt, die Mode und Funktion auf höchstem Niveau vereint.
Das Interview führte Reinhard Schymura.
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