Hanwag

Unterwegs-Gruppe will Orange-Konzept ausbauen

Wilhelmshaven. Die  Keimzelle war Wilhelmshaven, vor über zwanzig Jahren, als Outdoor vielen noch als Fremdwort galt.

Aus dem ersten ­Out­doorladen 1987 namens „Unterwegs“ entstand mit Gleichgesinnten in Bremen eine Einkaufsgemeinschaft mit demselben Namen. Nach und nach folgten an mehreren Stand-orten im Nordwesten der Bundesrepublik weitere Geschäfte mit einem grünen Elch als Logo. Heute gibt es insgesamt zehn Standorte und zwölf Geschäfte. Das jüngste eröffnete in Bielefeld als einer von zwei Franchisenehmern (neben dem Unterwegs-Ableger in Celle).
„Wir verzeichnen insgesamt ein sehr gutes Wachstum“, bekräftigt der Bremer Filialleiter Daniel Erich. Der Bremer Ableger wurde soeben neu eröffnet, nachdem es eine General-überholung gab und das Outdoorgeschäft auf 400 qm Verkaufsfläche vergrößert wurde. Der flächenmäßig größte Unterwegs-Laden befindet sich in Münster mit 500 qm. Alle anderen Läden (Flensburg, Oldenburg, Höxter, Celle, Bielefeld) weisen geringere Größen auf, sind aber alles Vollsortimenter. Weiter in den Süden zieht es den Verband nicht. „Es kommt immer auf den Standort an“, meint Erich, doch vorerst wolle man sich eher im Nordwesten weiter orientieren. Darüber hinaus soll verstärkt in das Internet investiert werden. Man verspricht sich davon hohe Wachstumsraten. „Das Geschäft läuft dort schneller an als im stationären Sektor.“ Ängste, dass man sich kannibalisieren könnte, hat der Händler nicht. Vielmehr ergänze es sich und man könne eine größere Kundengruppe ansprechen.

Neues Shop-Konzept
„Wir versenden vor allem auch bundesweit und immer mehr ins europäische Ausland“, erklärt der Händler. Manche Marken seien dort nicht zu bekommen. Die Zentrale für das Online-Business samt Lager ist in Wilhelmshaven. „Zum Teil erreichen wir sogar ganz neue Zielgruppen, die sonst nicht in eines der stationären Geschäfte gekommen wären.“ Auch Überschneidungen zu Kundengruppen, die bisher im reinen Sporthandel eingekauft haben, würden sich jetzt abzeichnen, freut sich der Händler. „Es gibt zahlreiche Mitbewerber aus dem Sport- und Outdoorhandel sowie auch Kaufhäuser, die häufig um die gleichen Kunden kämpfen. So baut die Unterwegs-Gruppe einerseits bestehende Geschäfte um, ­modernisiert und setzt zudem auf Online. Eine dritte Säule soll in Zukunft das hauseigene Shopkonzept „Orange“ bilden. Davon gibt es ­neuerdings ein Pilot-Geschäft in Bremen. Dabei wird eine junge, modischere Käuferschicht angesprochen, die in dem gestylten Outdoor-Modeladen andere Marken findet, die auch alltagstauglicher sind und als ­Freizeitmode getragen werden ­können. rf
 

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