Universal wechselt Spitze aus
06.05.2010
Ostermundigen. Überraschend wechselte Universal Sport in der Schweiz seine Konzernspitze aus: Paul Misteli übernahm zum 1. Mai das Zepter von Thomas Rüegsegger, der den eidgenössischen Filialisten gut zwei Jahre angeführt hatte.
Rüegsegger verlässt das Unternehmen „auf eigenen Wunsch" sofort, wird Universal aber weiter beratend zur Verfügung stehen.Misteli ist 50 Jahre alt und verfügt über eine lange Erfahrung im Einzelhandel: In den vergangenen 13 Jahren führten die Stationen über Jelmoli, EPA und Coop zum Schweizer Kiosk-Konzern Valora, für den Misteli drei Jahre lang als Managing Director für über 1000 Verkaufsstellen verantwortlich war. Peter Burch, Verwaltungsrats-Präsident der Universal Sport AG über die Neubesetzung: „Thomas Rüegsegger hat die Unternehmung in den vergangenen zwei Jahren stark geprägt und hat Universal Sport als einen Top-Player im Schweizer Sportfachhandel positioniert."
Das Erbe: Neue Richtung, neue Läden
In diese Zeit fiel auch eine Neuausrichtung Universals, die ganz auf Wachstum abzielte. Weil Filialen mit weniger als 500 qm Verkaufsfläche heute kaum mehr rentabel zu führen seien, schloss das traditionsreiche Unternehmen Ende März 2010 seine Filialen in Biel und Winterthur. Weitere Schließungen seien nicht geplant, hatte Rüegsegger 2009 verkündet. Im Gegenteil: Universal Sport setze auf eine konsequente Expansionsstrategie, die auch der neue Chef fortsetzen wird.
Erste Meilensteine des neuen Kurses sind die Übernahme von Brogle Intersport in Vaduz (Liechtenstein) mit einer Verkaufsfläche von 1500 qm zum 1. März 2010 und die Neueröffnung der ersten „Sports Outlet Factory" der Schweiz in Zuchwil (Solothurn) mit einer Verkaufsfläche von 1300 qm.
Das wachsende Segment der preisbewussten Käufer will Universal künftig mit dem neuen Konzept der „Sports Outlet Factory" ansprechen. Erwartet wird, dass die Sparte Outlet künftig 30% des Umsatzes von Universal Sport ausmachen wird. Dieser soll in den nächsten fünf Jahren von 30 auf 45 Mio. CHF anwachsen. Weitere Eckpfeiler der Neuausrichtung sind eine selektive Konzentration auf die 30 führenden Marken und 70 Ergänzungslabels bei den Lieferanten. Zudem wurden Ende vergangenen Jahres die beiden Eigenmarken „24Hours" und „Rehall" lanciert. rf
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