Scorpion sticht zum dritten Mal zu
24.11.2009
Albino. Das italienische Lifestyle-Label Scorpion Bay erobert Deutschland – in diesem Jahr öffneten bereits ein Store mit 120 qm an der Grenze zu den Niederlanden in Bocholt und ein weiterer mit 90 qm in Berlin am Lotte-Lenya-Bogen ihre Türen.
Jetzt stach der „Skorpion“ zum dritten Mal zu: Seit Anfang November gibt es im Berliner Forum Steglitz den dritten deutschen Shop der italienischen Trend-Marke mit 60 qm Verkaufsfläche. Er gehört Mandy Siegert (28), die selbst begeisterte Windsurferin und Wakeboarderin ist und langjährige Erfahrung aus dem Einzelhandel mitbringt.
Eigentümer des Bocholter Geschäfts, an das auch ein Showroom angeschlossen ist, sind Birgit und Thomas Hogenkamp, die die Marke seit 2008 auch in Deutschland vertreiben. Ihre Handelsagentur ist Ansprechpartner für Händler, die einen eigenen Store eröffnen oder eine Corner einrichten wollen. „Dies läuft jedoch nicht über Franchise-Verträge“, betont Birgit Hogenkamp, „jeder Händler ist sein eigener Herr.“ Die Marke befinde sich in Deutschland noch im Aufbau, besonders im Norden müsse sie noch an Bekanntheit gewinnen. Geplant seien auf jeden Fall weitere Stores in Großstädten wie München, Hamburg oder Düsseldorf.
Nach Österreich ist der „Skorpion“ zur Sommer-Ösfa gekrabbelt: Hans Zwischenberger (United Brands, Mauerbach) nahm die Italiener in sein Vertriebs-Portfolio. Auch in Österreich soll die Kollektion zukünftig in den Regalen von Monomarken-Shops liegen: Wien, Linz und Innsbruck sind laut Zwischenberger als Standorte im Gespräch.
Benannt ist das Label mit Surf-Wurzeln nach dem Ort seiner Gründung im Jahr 1987, der Scorpion Bay an der Baja California in Mexiko. Zwei Kalifornier, Mike Fischer und Rod Bradford, fingen damals mit einer kleinen Kollektion aus T-Shirts und Shorts an. Seit 1992 hat Gipsy S.p.a. mit Sitz in Albino bei Bergamo die europäische Lizenz für das Label, seit 2002 gehört dem Familienunternehmen die Marke in Europa. Geschäftsführer und Eigentümer ist Lucio Mistri, der sich mit seiner Schwester Emanuela die Aufgaben teilt. Die Italiener hatten zuvor schon für Beachwear-Marken wie Quiksilver produziert. Gipsy hat etwa 60 Angestellte und setzte nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr europaweit rund 20 Mio. EUR um. In Europa gibt es im Moment 22 Scorpion-Bay-Stores, so auch seit Mitte Oktober in Tallin (Estland) und Moskau – die meisten Stand-orte sind jedoch in Italien. Was die Eröffnung weiterer Monomarken-Stores angeht, befindet sich Gipsy europaweit laufend in Verhandlungen mit Einkaufszentren. Eine genaue Zahl geplanter Neueröffnungen stehe jedoch noch nicht fest. Nach eigenen Angaben wird die Marke auch von 800 Fachhändlern (Italien: 1000) europaweit vertrieben. Eveline Heinrich

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