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Schlittenhund-Gerangel: Husky läuft neu los

Berlin. Die tschechische Outdoor-Marke Husky (Prag) will in Deutschland neu durchstarten.

 

Daniel Hefele (Augsburg) ist neuer Musher der Marke. Der erste Husky-Store Deutschlands in Berlin (Prenzlauer Berg) wurde von Ex-Importeur Michael Hoins aufgegeben und nennt sich seitdem CampXtreme. Der noch in Berlin (Kreuzberg) unter Husky-Outdoor geführte Trekkingladen gehört nicht zu der Marke und soll nun einen neuen Namen erhalten.

 

 

In Zusammenarbeit mit Husky (Prag) baute der Berliner Outdoor-Vertreiber Michael Hoins 2007 den Vertrieb in Deutschland auf. Dazu sollten auch
eigene Shops gehören. Im Dezember 2008 eröffnete Hoins am Prenzlauer Berg einen kleinen Husky-Laden (80 qm, Schönhauser Allee). Nur zwei Wochen später starteten zufälligerweise ebenfalls in Berlin (Kreuzberg) drei junge Outdoor-Fans, Daniel Pudewill, Ben Schustek und David Stauß, einen Outdoor-Laden unter dem Namen Husky-Outdoor (in der Urbanstraße). „Wir fanden die Marke und das Preis-Leistungsverhältnis gut“, erzählt Pudelwill. Die Eröffnung fand schließlich in Absprache mit Husky-Vertreiber Hoins statt. In gewissen Szene-Stadtteilen im Osten der Stadt würden sich Outdoor-Händler mittlerweile die Klinke in die Hand geben, meint Stauß. Und auch im Westen der Stadt existieren (neben dem Riesen-Ableger von Globetrotter in Berlin-Steglitz) ebenfalls genügend Trekkingläden, ergänzt der junge Outdoor-Freak. „Hier in Kreuzberg aber war noch kein richtiges Outdoor-Geschäft. Deswegen sind wir hier“, unterstreicht Pudewill. Das Trio baute das Geschäft sukzessive aus und um. Als nächsten Schritt wollen sie die Online-Präsenz verstärken. Der Web-Shop existiert bereits, jedoch stehe der Internet-Verkauf nicht im Vordergrund. „Wir wollen über dieses Medium vielmehr informieren und Leute einladen, in den Shop zu kommen", erklärt Stauß. Kunden und Outdoor-Fans aus ganz Berlin sollen sich auf der Händler-Plattform austauschen, Infos aller Art bekommen und immer up-to-date sein. „Wir werden zudem Infos rund um Events, Produkte und Trends bieten und ebenso eigene Veranstaltungen auf die Beine stellen." So sollen demnächst auch kombinierte Fahrrad-Trekking-Touren angeboten werden, sagt Stauß.

Getrennte Wege der Prager Outdoor-Marke

Mittlerweile gingen die Wege zwischen Husky und den beiden Berliner Läden wieder auseinander. Zu viele Sonderverkäufe im Husky-Laden am Prenzlauer Berg trübten die Zusammenarbeit mit den drei Inhabern von Husky-Outdoor in Kreuzberg. Somit gibt es in Berlin zwar noch das Outdoor-Geschäft unter dem Namen Husky-Outdoor der drei Kreuzberger Jungunternehmer. Doch hat dieser Laden (außer dem Namen) nichts mit der Prager Marke zu tun. „Wir werden uns voraussichtlich umbenennen“, sagt Stauß. Auch der frühere Husky-Importeur Hoins beendete die Zusammenarbeit mit Husky, vertreibt mittlerweile die Outdoor-Marke Ferrino und taufte den bisherigen, 80 qm großen Markenladen, in „CampXtreme" um. Seit über einem Jahr existiert in Sachsen noch ein weiterer Husky-Laden (170 qm).  Dieser wurde von drei Outdoor-Fans, Carsten Nitschke, Mischa Henschler und Steffen Knoblauch im Mai 2009 in Leipzig eröffnet. Die Einweihung erfolgte seinerzeit noch mit dem ehemaligen Husky-Statthalter Hoins. Es ist der einzige offizielle Husky-Laden. Jetzt wagen die Tschechen in Deutschland unter Daniel Hefele (Augsburg) einen Neustart. npk

 

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