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Neiße-Flut: Land unter bei Yeti

Görlitz. Eine Sturzflut der Neiße setzte die Produktion und das Lager von Daunenspezialist Yeti zwei Meter unter Wasser.

 

Nach dem Bruch des Witka-Staudamms in Polen Anfang August blieb keine Zeit, den Betrieb trotz eines Frühwarnsystems zu evakuieren. Ware im Wert von einer Million EUR wurde zerstört. Geschäftsführer Kay Steinbach schätzt den Gesamtschaden auf über zwei Millionen EUR. Auch Yeti-Eigentümer Erik J. Møller war vor Ort und verschaffte sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden.

Frust über die Politiker
Ist dies das Aus für Yeti und alle anderen von der Flut heimgesuchten Firmen? „Möglicherweise für immer, wenn die verantwortlichen Politiker von Land und Bund den betroffenen Unternehmen nicht endlich die vollmundig versprochenen schnellen und unbürokratischen Hilfsprogramme und Fördermittel zukommen lassen", sagt Steinbach. Durch die exponierte Lage war es nicht möglich, eine Hochwasserversicherung abzuschließen. Kritik übte Steinbach an den Behörden. Wenig hilfreich empfindet der Geschäftsführer auch die finanzielle Unterstützung durch das Bundesland Sachsen, bei der es sich lediglich um zinsverbilligte Darlehen mit einer Laufzeit von höchstens fünf Jahren handele. Doch Steinbach kämpft mit seinem Team um das wirtschaftliche Überleben in dieser Extremsituation. Unterstützung erhielt er von einer benachbarten Computerfirma, deren Mitarbeiter beim Schlammschippen halfen. Eine ortansässige Firma spendierte fünf Tonnen Kies, um die Wege auf dem Firmengelände instand zu setzen. Die IHK Dresden richtete ein Spendenkonto ein. Flankierend kümmern sich eine Berliner Werbeagentur und eine PR-Agentur aus München um Yeti, damit der Verkauf angekurbelt wird. uw

 

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