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Mit dem Tourensport geht’s steil bergauf

Wien. „Auf die Felle – steil bergauf!“ ist das Motto von Florian Größwang, Leiter Marketing & Vertrieb bei Sport Eybl, Wels, wenn es um den aktuellen Trend zum Tourensport geht.

Textil und Hartware boomen gleichermaßen. Seit September 2009 beträgt das Wachstum 25%. Grobe Schätzungen gehen von 380.000 bis 700.000 Tourengehern in Österreich aus.

 

Am 10. Dezember rief Sport Eybl zur Pressekonferenz in die Filiale in der Wiener Mariahilfer Straße. Mit dabei waren führende Vertreter der Tourensportszene, alle Kooperations-partner des Sportartikel-Filialisten.
Der Tourensport nehme eine dynamische Entwicklung, aber man tue auch etwas dafür, so Größwang. Den aktuellen Erfolg führe man auch darauf zurück, dass Trends nicht nur verfolgt, sondern auch entwickelt und forciert werden. Das Erfolgskonzept fuße auf drei Säulen, der Kooperation mit dem Spitzensport, dem Know-how der Mitarbeiter und der Sortimentskompetenz.

Zur ersten Säule, der Kooperation, verweist Größwang unter anderem auf ein Event, das auch von der Industrie mit Interesse verfolgt werde – das Eybl-Touren-Opening, das am zweiten Dezemberwochenende in die 4. Auflage ging. 160 Kunden hatten dabei die Möglichkeit, das neueste Material vor Ort zu testen. Säule zwei, das Know-how der Mitarbeiter, ist durch Hans Bergmann gesichert, dem Ausbildungsleiter der Österreichischen Berg- und Skiführer.
 
Mit Exklusivmarken ...
Bei Säule drei, der Sortimentskompetenz, verweist Größwang auf den Erfolg der Eigenmarke „Seven Summits“: Beim Tourenskisortiment kooperiert Eybl mit dem österreichischen Spezialisten Hagan, der zwei Exklusiv-modelle entwickelte, darunter ein Carbonski um 329 EUR. Das Komplettset kostet 799,99 EUR (exklusive Sicherheitstools).
Kooperationspartner Hans Bergmann ging auf die Entwicklung des Touren-sporttrends ein. Dass der einst als hochgefährlich geltende Sport nun verbreiteter ist, führt Bergmann, der selbst seit 30 Jahren im Tourensport ist, zum einen darauf zurück, dass die Gesellschaft Risiken immer mehr akzeptiert, und die Gefahr immer kleiner wird. Dazu kämen hochentwickelte Produkte und Schulungen. Auf seinen Touren begegnen Bergmann vier Typen von Tourengehern: dem „Pistenflüchtling“, dem „Bergsteiger“, dem „Abfahrer“, der den Aufstieg auf sich nimmt, und dem „Pis­tentourengeher“.

... und Experten gepusht
Schätzungen zur Zahl der Tourengeher in Österreich gab Karl Posch bekannt, Präsident der Askimo (Österreichischer Bundesfachverband für Wettkampf-Skibergsteigen). Diese schwanken zwischen 380.000 (laut Österr. Seilbahnen) und 700.000 (laut Österr. Alpenverein). Allein in Innsbruck gebe es 20.000 bis 30.000 Tourengeher. Er selbst wagt auch (trotz Sortimentsüberschneidungen) eine Schätzung zur Verkaufszahl von Tourenskiern, die er mit 35.000 Paar pro Jahr beziffert – etwa ein Zehntel des Alpinskivolumens. 2001 seien Tourenski im Vergleich zum Alpinski noch bei 3% gelegen.
Posch macht auch ein verändertes Verhalten der Verbraucher für die aktuellen Verkaufserfolge verantwortlich. Er meint, dass speziell Männer großen Wert darauf legten, stets das neueste Material zu fahren. Schließlich verweist er auch noch auf einen explodierenden Anteil von Frauen. Wobei Frauen nicht mehr nur in Begleitung ihrer Männer anzutreffen seien, sondern auch in Gruppen mit Freundinnen. Last but not least scheint der Tourensport auch ein städtisches Phänomen zu sein. Die Pressekonferenz fand just in der Filiale statt, in der Eybl die größten Tourensportumsätze österreichweit schreibt.     hs

 

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