Made in Swiss zieht
09.04.2010
Zürich. Schweizer Outdoor-Marken werden immer beliebter im eidgenössischen Sport- und Outdoor-Handel. Mammut, Radys, Exped und Co. entpuppen sich als Verkaufsschlager.Zwar werden nicht mehr alle Linien dieser Anbieter in der Schweiz alleine hergestellt, doch immer noch gewisse Teile sowie technisches Know-how, mit dem das Image „Made in Swiss“ untermauert wird. Gegenüber dem Endverbraucher allerdings zieht dieses Siegel.
Radys gilt als kleiner, aber feiner Anbieter aus dem Herzen der Schweiz. Gründer Adrian Ruhstaller (35) hat klein angefangen. Vor fünf Jahren startete er mit einer hausgemachten Kollektion von Outdoor-Kleidern. Sein Konzept: Mit nur 20 verschiedenen Kleidungsstücken alle gängigen Outdoor-Sportarten sommers wie winters abdecken. Das kommt im Handel und beim Endverbraucher gut an. Man verkaufe eher die kleinen Anbieter als die großen bekannten Marken“, berichten Outdoor-Händler. Als Besonderheit führte Radys „My Shell“ ein, ein neues Premium- und Paradestück seines Kleinbetriebs in Nidau am Bielersee. Für diese neue Jacke sind nur die feinsten Schweizer Materialien und besten Schweizer Maschinen gut genug. Kreiert und produziert nach Maß, das ein Bodyscanner individuell errechnet, und nach den individuellen Wünschen der Kunden. Farbe, Art der Tasche, des Gurtes – alles ist variabel. „Das trifft den Geschmack der Kunden“, berichtet zum Beispiel Outdoor-Händlerin Linda Stutz (Zum Rucksack, Wohlen). Die Technik sei hervorragend, das Konzept der begrenzten Teile für alle Witterungen und Saisons überzeugend, meint Stutz. Da der bekannteste und größte Anbieter aus der Schweiz, Mammut, nur ein Tal weiter in Seon residiert und dort auch seinen Direktverkauf unterhält, verzichtet sie in ihrem Laden auf diese Marke. Stattdessen wird ein anderer Schweizer Hartwaren-Anbieter, Exped (Zelte, Schlafsäcke), geführt. Größere Outdoor-Händler wie zum Beispiel Kaktus (Zug) oder auch Outdoor-Filialist Transa (Zürich, Basel) verzichten nicht auf den Schweizer Vorzeige-Ausrüster Mammut, dem auch die Marken Raichle, Toko und Ajungilak gehören. Dennoch: Auch bei ihnen läuft die Nachfrage nach typisch Schweizer Marken immer besser. rf
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