Lowa wächst und Riethmann stockt auf
01.07.2010
Jetzendorf. Lowa kam gut über den Winter und verkaufte erneut rund 1,8 Millionen Paar Schuhe im Jahr 2009.
Der Umsatz betrug 107 Mio. EUR, wobei circa 92 Mio. auf das Geschäft mit der Kernmarke entfielen. Daneben kam Umsatz zusammen mit den Vertriebsmarken wie X-Technology sowie den Labels, die wie Lowa zur Tecnica Group gehören wie Rollerblade, Blizzard, Think Pink und andere.Die Verkäufe in Deutschland blieben auf einem hohen Niveau von einem 48%-igen Anteil am Gesamtgeschäft, gefolgt vom übrigen Europa (44%), Nordamerika (5%) und Asien (2%).Besondere Freude bereiteten dabei die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland, die jeweils um 25, 12 und 11% zulegen konnten. Dies kompensierte allerdings Einbrüche in Russland und in Osteuropa nur teilweise. Inzwischen sind die USA der viertwichtigste Absatzmarkt von Lowa, China kann als Exportmarkt für die Schuhmarke die Position von Frankreich einnehmen.
Werner Riethmann, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, hebt allerdings hervor, dass auf die Branche der Schuhhersteller ernstzunehmende Preissteigerungen zukommen werden. Hier spielen Wechselkurs-Effekte und steigende Rohstoffpreise genauso eine Rolle wie die staatlich verordneten Lohnerhöhungen von 20% in China.
Nebenbei bemerkt: Auch die Mehrheitsverhältnisse in der Firma Lowa haben sich inzwischen verändert: Nach Berichten von SGI Europe kontrolliert Riethmann nunmehr 20 statt 10% der Anteile. Darüber hinaus verkaufte die Tecnica Group, kontrolliert von Giancarlo Zanatta, weitere 20% gingen an Riko, einen slowakischen Produzenten, der etwa zwei Drittel der Lowa-Schuhe baut. Daneben macht Riko Schuhe für Marken wie Puma, Tecnica, Zamberlan und Berghaus.
ANZEIGE



