Hanwag

Kurt Albert tödlich verunglückt

Hirschbachtal. Kletterlegende Kurt Albert stürzte bei einer Tour 18 Meter tief ab und zog sich schwerste Kopfverletzungen zu.

Am Höhenglückstein im oberpfälzischen Hirschbachtal war der 56-Jährige, so die Polizei, als einer von drei Führern mit einer Klettergruppe unterwegs, die aus 17 Sportlern bestand. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch ungeklärt. Bisher schlossen die Ermittler ein Fremdverschulden aus. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Kletterpionier in eine Erlanger Klinik eingeliefert und verstarb dort am 28. September. Betroffen zeigte sich Heiner Oberrauch, Präsident der Salewa-Gruppe:„Beeindruckt hat uns alle seine große Persönlichkeit sowie der Wille eigene Wege zu gehen und sich selbst in jeder Lebenslage treu zu bleiben. Kurt hat uns allen wohl auch das rechte Maß der Dinge gelehrt und uns in seiner Bescheidenheit, im Umgang mit größten Herausforderungen und im Erleben tiefster Freundschaft geprägt. Seine Stärke war es, sich in keiner Weise verbiegen zu lassen – bis zum letzten Schritt." Kurt Albert gilt als der Vater der Rotpunkt-Kletterei und war jahrelanges Testimonial von Salewa und Gore-Tex. Außerdem pflegte er enge Verbindungen zu Patagonia. Sein Verdienst war es, den Felsensport in Deutschland zu einer großen Popularität verholfen zu haben. Familie und Freunde wie der deutsche Patagonia-Chef Norbert Sandner haben entschieden, ihm an jenem Ort die letzte Ehre zu erweisen, der wohl Alberts liebster war: Zur Trauerfeier an der Muschelquelle am Fuße der „Glatten Wand" in der Fränkischen Schweiz am Samstag, den 9. Oktober um 14.00 Uhr, werden mehr als 1000 Gäste erwartet. uw

 

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