Intersport Deutschland gewinnt den Endspurt
07.01.2010
Heilbronn. Die Intersport Deutschland muss ihr Rekordergebnis nach oben korrigieren: Nach den bis Mitte November aufgelaufenen Daten gingen die Heilbronner ursprünglich eher konservativ von einem Umsatzwachstum von 5% aus.
Doch der letzte Dezember brach mit einem Plus von 10% fast wieder einen Rekord gegenüber dem sehr starken Vorjahreswert von 11%. Unter dem Bilanz-Strich bedeutet das, dass die Intersport-Händler ihre Gesamtumsätze um 7% auf über 2,6 Mrd. EUR steigern konnten.
Nun sieht sich die Intersport im Januar allerdings mit dem noch extremeren Wert von 26% Plus aus dem letzten Jahr konfrontiert. Neben dem erfolgreichen Wintersport-Bereich, der letztes Jahr insgesamt um über 25% zulegen konnte, waren der Outdoor-Bereich (mit über 500 Mio. EUR Umsatz) sowie die Segmente Bike und Fun Wheel mit jeweils +15% die größten Wachstumsmotoren.
Dagegen fielen Fanartikel, Fußball und Vereinssport im „Non-Event“-Jahr um insgesamt 14% zurück. Die Messlatte 2006 mit der WM im eigenen Land, so Intersport-Vorstand Klaus Jost, liege zwar hoch – mit jeweils rund 300.000 verkauften Trikots und Bällen von Adidas – aber die Fußball-WM in Afrika (Intersport ist „Official Sportsshop“) könne die Verkäufe in diesem Jahr wieder nahe an diese Marke bringen.
„Erfolg ist kein Zufall“, erklärte Vorstands-Kollege Kim Roether und betont: „Verbundgruppen müssen sich von Einkaufsgesellschaften zu Koordinatoren komplexer Netzwerke wandeln – zum Wohle der Mitglieder.“ Gegenseitige Infos seien der Schlüssel zum Erfolg. Dabei sei ein Mindestmaß an IT-Anbindung von Nöten. Etwa 300 Mitglieder würden sich bislang noch vor dieser Einbindung „auf freiwilliger Basis“ scheuen. Aber erst die kontrolliert gesteuerte Verbindung der Angebotsseite mit der Absatzseite ermögliche es, alle Wertschöpfungsschritte von der Produktion bis zum Verkauf an den Endkunden zu koordinieren und das Ergebnis zu analysieren. rs



