Glück im Unglück
16.12.2009
Nun sprießen sie wieder wie Pfifferlinge aus dem medialen Boden, die unvermeidlichen Jahresrückblicke, gern garniert mit hellseherischer Vorschau in eine noch ungewisse Zukunft.
Selbst Lotterien kommen nicht darum herum. Jetzt schlägt’s 13!
Jeder ist seines Glückes Schmied, privat wie beruflich. Vom Klimagipfel in Kopenhagen und den Maßnahmen gegen die weltweite Erderwärmung hängt allerdings das Wohl und Wehe unserer gesamten Branche ab. Steigen die Temperaturen weiter ungebremst nur ein paar Grad Celsius, werden bei uns die Winter noch kürzer. Und schmelzen die Gletscher weiter ab, dann können Hersteller und Händler nur hoffen, dass Wasserski statt alpine Latten gekauft werden. Wenn sich die Kunden es überhaupt noch leisten können.
Die Politik ist gefragt und gefordert: Statt grüne Kleeblätter an Hotels zu verschenken – das Wachstumsbeschleunigungsgesetz lässt grüßen – müssen schleunigst die richtigen Weichen für Klima und Konjunktur gestellt werden.
Denn die Wirtschaftkrise ist noch längst nicht vom Tisch. Statistiker rechnen heuer mit rund 34.000 Insolvenzen, fast 5000 Firmenpleiten mehr. Zwar konnte Kurzarbeit die Krise bislang mindern, doch der
Gipfel der Arbeitslosen wird wahrscheinlich erst im zweiten Halbjahr 2010 erreicht. Allen unglücklichen Umständen zum Trotz hat sich unsere Branche bisher tapfer geschlagen. Nur wenn Händler und Hersteller weiterhin überlegt handeln, kommen sie gemeinsam gut über die Runden. Auf ein Neues!
Reinhard Schymura
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