Columbia: Schweizer Strategie als Vorbild für Österreich
25.02.2010
Genf. Columbia nimmt von der Schweiz aus Kurs auf Österreich: Wie in der Eidgenossenschaft will der US-Outdoorer künftig auch in Österreich verstärkt mit dem Sportfachhandel, aber auch mit Discountern zusammenarbeiten.
Dazu wurde in der Schweiz jetzt ein Kompetenzteam gebildet. Die Verantwortung für beide Märkte übernimmt der bisherige Columbia-Schweiz-Chef Urs Bamert. Den Bereich Westschweiz übergibt er an Sascha Reinhard, der von nun an das Segment Footwear von Columbia, Sorel und Montrail betreut. Neu ins Boot geholt wurde außerdem Mitch Soland, der sich als zweiter Mann im Außendienst-Team speziell um Trendgeschäfte sowohl in der Schweiz als auch in Österreich kümmern wird.„Ich sehe in Österreich ein sehr großes Potential“, sagt Geschäftsleiter Bamert im Gespräch mit sportFACHHANDEL. Columbia habe im Nachbarmarkt zwar noch nicht den Bekanntheitsgrad wie in der Schweiz. Die Bedürfnisse der Verbraucher und Voraussetzungen seien jedoch die gleichen: „Viel Schnee, Berge, ein aktives und ein outdoorbegeistertes Publikum sind für und auch in Österreich ideale Grundvoraussetzungen.“ Dieses Potential wolle Columbia jetzt ausschöpfen. „Wir wollen unser Retail-Netz ausbauen und gezielt neue Verkaufspunkte im Nachbarmarkt aufbauen“, verrät Bamert. Modellvorlage für den
Aufbau ist die Schweiz. „Wir beabsichtigen in den österreichischen Markt eine Kontinuität rein zu bringen, die wir in der Schweiz schon erreicht haben“, sagt der Chef des neuen Kompetenzteams. Neben dem Fachhandel und Einkaufsgruppen wie Sport 2000 und Intersport kooperiere Columbia in der Schweiz erfolgreich mit Großflächen-Verkäufern wie Athleticum oder SportXX. „Maßgeblich sind für uns die Abverkaufszahlen“, so Bamert. Die zweigleisige Strategie funktioniere sehr gut und soll auch auf Österreich übertragen werden.
Trotz der konzernweiten Umsatzeinbußen in 2009 bewertet der Schweizer Columbia-GF die Resultate in der Schweiz als zufrieden stellend. Weltweit sah es dramatischer aus: Mit einem Umsatzrückgang von 6% auf 1,2 Mrd. USD und Gewinneinbußen von -29% auf 67 Mio. USD musste Columbia eine Talfahrt hinnehmen. Verluste verbuchten fast alle Bereiche: Neben Sportswear (-13%), Outdoor (-2%) und Footwear(-1%) konnte lediglich das Segment Ausrüstung und Accessoires (+9%) mit einem Umsatzplus punkten.
„Wir wollen unser Programm ausdehnen und sowohl in Österreich als auch in der Schweiz ins Trendgeschäft investieren“, erklärt er. „Wir rechnen mit einem guten Jahr in der Schweiz und in Österreich“, gibt sich Bamert zuversichtlich. rf
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