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Columbia: Neues FOC und fallende Umsätze

Portland. Soeben rückte Columbia heraus, einen weiteren Fabrikverkauf in Deutschland an den Start zu bringen.

Nachdem bereits Anfang dieses Jahres ein Factory Outlet in dem Schnäppchenzentrum Ingolstadt geöffnet wurde, ging bereits am 2. Oktober im Fabrikverkaufszentrum in Zweibrücken der Vorhang auf für den zweiten Resteladen der amerikanischen Marke. Insgesamt verfügt das Geschäft über eine Verkaufsfläche von 211 qm und bietet die Marken Columbia und Sorel feil. Die Öffnung folgt unmittelbar auf die Ankündigungen, in Salzburg ein Factory Outlet und in München einen regulären Columbia-Laden zu öffnen (s. Seite 40).
Die neuen Verkaufsstellen sind Teil der Strategie des amerikanischen Konzerns, der sie als „go-to-market“ charakterisiert. In der Tat muss Columbia seine Bemühungen am Outdoormarkt intensivieren, denn die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen könnten durchaus besser sein. Im dritten Quartal 2009 – nach Angaben von Firmenchef Tim Boyle das stärkste Quartal im Geschäftsjahr – gab der Umsatz erneut um 4% nach und erreichte 434,5 Mio. USD. Der Nettogewinn belief sich auf 46,9 Mio. USD im Vergleich zu 58,3 Mio. USD im Vorjahreszeitraum.
Boyle vertritt die Auffassung, dass diese Ergebnisse besser sind als der Ausblick, den er im Juli dieses Jahres bekannt gab. Tatsächlich kann Columbia auch die Aussichten für das kommende Jahr mit gemischten Gefühlen betrachten. Die Vororder für Frühjahr-Sommer 2010 beläuft sich weltweit auf 350,8 Mio. USD oder 5% weniger als in diesem Jahr. Damit ist Columbia soweit zufrieden, denn es kann stabile Vororder-Umsätze in den USA verbuchen, wo der eine oder andere Kunde der Marke aufgrund der Krise in die Knie ging. Boyle sprach zudem von einer größeren Insolvenz in Deutschland und meinte damit vermutlich Karstadt. Größere Probleme bereitet Columbia Russland, da das US-Unternehmen traditionell stark in osteuropäischen Ländern verkauft, die in unterschiedlichem Ausschlag derzeit schwächeln. Insgesamt fielen die Umsätze in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) um 13% auf 67,7 Mio. USD im dritten Quartal und um fette 27% auf 151,2 Mio. USD in den ersten neun Monaten dieses Jahres.    mh

 

 

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