Catrade Sportmarketing AG: Der Neue macht mit Killy und Eider Druck
04.02.2010
Oberentfelden. Didi Schweighauser setzt erste Zeichen: Catrade schnappt sich in der Schweiz die beiden Marken Eider und Killy, die zum französischen Konzern Lafuma gehören.
Catrade will die Zusammenarbeit mit der Lafuma-Group intensivieren, kündigt der kommende Catrade-Chef Didi Schweighauser an (siehe SFH-Ausgabe 4/2009, S. 20). sportFachhandel sprach mit dem Boss in spe über seine Pläne und Vorgaben.
„Wir haben keinen Zeitdruck“, so Schweighauser. Nach seinem offiziellen Amtsantritt will er sich in Ruhe das Markenportfolio vornehmen: „Hier ist das Potential noch lange nicht ausgeschöpft.“ Aktuell umfasst das Produktportfolio des Traditionsunternehmens 15 renommierte Sportmarken. Die jüngst hinzugekommen Labels Killy und Eider hat Schweighauser aufgeteilt, betreut sie zusammen mit Noch-Teilhaber und Ex-Chef René Ritter. Der scheidende CEO zieht sich zum 1. Juli 2010 aus dem operativen Geschäft zurück, bleibt jedoch weiterhin im Verwaltungsrat aktiv. „Ich bin sehr dankbar, dass die insgesamt drei Teilhaber noch in der Firma bleiben“, sagt Schweighauser. „So kann ich weiterhin von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung lernen.“ Zum Juli dann tritt der frühere Zentrasport-Boss in die Fußstapfen des bisherigen CEOs René Ritter. Große Umstrukturierungen plant Schweighauser mit der Übernahme des Vertriebsunternehmens nicht: „Sicherlich werde ich hier und da ein paar kleinere organisatorische Änderungen vornehmen.“ Priorität habe allerdings zunächst eine Konsolidierung des Unternehmens. Im Rahmen einer intern ausgehandelten Nachfolgeregelung ziehen sich die Teilhaber der Catrade Sportmarketing AG Schritt für Schritt aus dem operativen Geschäft zurück, um das Vertriebsunternehmen in jüngere Hände zu übergeben. Zum 1. Juli 2011 soll der Übernahmeprozess abgeschlossen sein. Bis dahin übernimmt Schweighauser das Unternehmen sowohl operativ als auch finanziell zu 100%. Für die zukünftige Führung des Unternehmens rechnet der Schweizer jedoch fest mit einer gemeinsamen Führungsstruktur: „Ich plane hier keine One-Man-Show.“ rf



