Black Diamond stellt Gregory in Europa neu auf
06.08.2010
Reinach. Nach der amerikanischen Elefantenhochzeit von Black Diamond und der Rucksackmarke Gregory unter dem Dach von Clarus gibt es jetzt auch Klarheit, wie sich die neu geschaffene Kombination die Strukturen für ihr Europageschäft vorstellt.
Künftig wird das Business von der Europazentrale Black Diamonds im schweizerischen Reinach gesteuert. Nach Angaben von Christian Jaeggi, Europa-Chef von Black Diamond, soll für beide Marken alles zusammengelegt werden, was nicht nach außen sichtbar ist. Dazu gehören in erster Linie das Back Office und die Logistik. Im Gegenzug soll Gregory seine Eigenständigkeit behalten, was Vertrieb, Marketing und Produktmanagement anbelangt. Diese Bereiche sollen von einem noch zu benennenden European Brand Manager für Gregory geleitet werden, der an Jaeggi und seine amerikanischen Gregory-Kollegen berichtet. Parallel zur Fusion in diesem Frühjahr war insbesondere die Logistik im Fluss, da Gregory mehr oder weniger zeitgleich ein neues europäisches Zentrallager in den Niederlanden bezog. Ein eigenständiges Lager für die Rucksäcke soll es in Zukunft nicht mehr geben. Stattdessen sollen beide Marken zentral aus dem Lager in Weil am Rhein in die europäischen Märkte geliefert werden.Obwohl der Vertrieb von Gregory seine Eigenständigkeit behalten wird, denkt man in der Europa-Zentrale über den Status der Vertriebsmannschaft nach. Laut Christian Jaeggi sollen europaweit alle Importeure belassen werden, die bislang für Gregory eine tolle Arbeit gemacht haben. Es sei aber wahrscheinlich, dass die bisherigen Importeure künftig auf Agenturbasis weiterbeschäftigt werden. Dies könnte auch den deutschen Gregory-Distributeur Invia (Mountain Equipment, Bridgedale, Satmap) betreffen, der bislang mit Gregory-Ware auf eigene Rechnung handelte. Nach Jaeggis Angaben ist jedoch mit keinerlei
Änderung des Status vor dem 31.Juli 2011 zu rechnen.
Unterdessen stellte Black Diamond seinen Vertrieb für einige Regionen in Deutschland um. Ab 1. Juli verantwortet Christoph Driever die Gebiete Bayern, Sachsen und Thüringen, wo er die Agentur von Reiner Kopf nach zwölf Jahren ablöst. Der 44-Jährige, der unter anderem für Scarpa, Osprey, Patagonia und Petzl in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland tätig war, wird die genannten Bundesländer vom Münchner MOC aus betreuen. mh
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