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Arques verkauft Fritz Berger – und nennt den Käufer nicht

München. Nach vier Jahren der Eigentümerschaft verkauft Arques Industries AG, eine Investment-Firma, die auch die Mehrheit an Golf House hält, Fritz Berger, den großen Outdoor- und Camping-Händler.

Ein Unternehmenssprecher berichtete dieser Zeitung, dass über den Namen des strategischen Investors, der sich das Oberpfälzer Unternehmen am vergangenen Freitag gegriffen hat, Stillschweigen vereinbart wurde.
Financial Times Deutschland nennt als Käufer den Unternehmer Matthias Herfeld, der an verschiedenen Unternehmen beteiligt ist und als Mitglied des Vorstands der Firma Enders Colsman unterwegs ist. Enders Colsman stellt unter anderem propangasbetriebene Heizpilze für den Heim-, Camping- und Biergarten-Bedarf her. Der Arques-Sprecher wollte die FTD-Meldung weder bestätigen noch dementieren.
Arques Industries meldet, dass sich für das Unternehmen die Übernahme und der Verkauf von Fritz Berger gelohnt haben. Abzüglich des Kaufpreises, der „symbolisch“ gewesen sein solle, der nötigen Investitionen sowie anderer Kosten, sei ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag für Arques hängen geblieben sein. Arques kaufte Fritz Berger von KarstadtQuelle (heute: Arcandor) im Jahr 2006, als der angeschlagene Handelsriese bereits verschiedene Unternehmensbereiche veräußerte (unter anderem Golf House). Nach einer Phase der Konsolidierung setzte Arques bei dem Camping-Spezialisten auf Expansion: Im letzten Jahr steigerte Fritz Berger – wie berichtet – seinen Umsatz von 42 auf 46 Mio. EUR. Der operative Gewinn lag bei 0,8 Mio. EUR. Für das laufende Jahr plant die Kette einen Umsatz von 48 Mio. EUR und einen Gewinn von circa 2 Mio. EUR.
Im letzten Jahr schraubte Fritz Berger die Anzahl der Filialen um sieben und in diesem Frühjahr um weitere vier nach oben. Gegenwärtig betreibt die Kette 45 Camping-Geschäfte sowie sechs Franchise-Läden der Marke Jack Wolfskin. mh
 

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