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Adidas Gruppe: Umsatz fällt um 6%, Konzerngewinn bricht um 62% ein

In allen Regionen außer Lateinamerika, wo mit gut 1 Mrd. EUR ein stattliches Plus von 19% registriert wurde (Grund: Konsolidierung neuer Gesellschaften), verringerten sich die Umsätze: Westeuropa schwächelte vor allem in Frankreich und der iberischen Halbinsel.

Mit rund 3,3 Mrd. EUR (-5%) war dieser Markt jedoch Hauptumsatzbringer. Niedrige Umsatz­erlöse in Russland  infolge der Abwertung des Rubels gegenüber dem US-Dollar wirkten sich negativ auf die Verkäufe in den europäischen Schwellenländern aus, die insgesamt um 7% auf 1,1 Mrd. EUR fielen. In Nordamerika (USA, Kanada) sanken die Umsätze sogar um 10% auf rund 2,4 Mrd. EUR.  Noch stärker war China mit einem Rückgang von 16% betroffen: Im Land des Drachen rutschte der Umsatz unter die Milliarden-Grenze und landete bei 967 Mio. EUR.
Nach der Umstellung von Marken auf Vertriebskanäle im letzten Quartal zeigt sich folgendes Bilanzbild: Die Umsätze von Adidas und Reebok sind nun in Großhandel und Einzelhandel (eigene Geschäfte) sowie andere Geschäftssegmente (TaylorMade-Adidas Golf, Rockport, Reebok-CCM-Hockey) unterteilt: Dabei büßte der Großhandel mit 9% am meisten ein. Er steuert natürlich nach wie vor mit rund 7,2 Mrd. EUR den Löwenanteil zum Konzernumsatz bei. Die anderen ­Geschäftssegmente fielen um 4% auf knapp 1,3 Mrd. EUR.

Nur der Einzelhandel zeigt Format
Der Einzelhandel jedoch blühte insgesamt mit 1,9 Mrd. EUR (+7%). Zum Jahresende betrieb der Konzern insgesamt 2212 (Vorjahr: 1884) eigene Geschäfte. 416 neue Shops wurden auf, 88 wieder dicht gemacht. Zwei wurden umgestaltet. Die Zahl der Concept Stores stieg um 184 auf 1203. Mit 744 ­Factory Outlets lag die Gruppe um 74 über dem ­Vor­jahres­niveau. Die Concession Corners erhöhten sich um 71 auf 244. Die Gesamtzahl der eigenen Läden setzte sich aus 1626 (Vorjahr: 1311) Shops von Adidas und 586 (Vorjahr: 573) von Reebok zusammen.

Wo wurde wie viel kassiert?

In Westeuropa stieg der Einzelhandelsumsatz um 5% auf 405 (Vorjahr: 384) Mio. EUR. Alle Märkte mit Ausnahme von Frankreich entwickelten sich dabei positiv. In den europäischen Schwellenländern lag der Umsatz mit 617 Mio. EUR um 2% über dem Vorjahresniveau (2008: 606 Mio. EUR). Die Eröffnung neuer Läden und Preiserhöhungen glichen die Rubel-Abwertung mehr als aus. Nordamerika verzeichnete einen Umsatzanstieg um 5% auf 380 (Vorjahr: 363) Mio. EUR. Rückläufige Verkäufe in den USA standen dabei Zuwächsen in Kanada gegenüber. In China klingelten die Kassen besonders laut: Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 66% auf 88 (Vorjahr: 53) Mio. EUR. Verantwortlich dafür war vor allem die Eröffnung von Factory Outlets, um Überbestände zu minimieren. Auch in Lateinamerika verbesserten sich die Umsätze aufgrund der Eröffnung neuer Stores um 41% auf 129 (Vorjahr: 92) Mio. EUR.   rs
 

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