Adidas Gruppe: Umsatz fällt um 6%, Konzerngewinn bricht um 62% ein
11.03.2010
In allen Regionen außer Lateinamerika, wo mit gut 1 Mrd. EUR ein stattliches Plus von 19% registriert wurde (Grund: Konsolidierung neuer Gesellschaften), verringerten sich die Umsätze: Westeuropa schwächelte vor allem in Frankreich und der iberischen Halbinsel.
Mit rund 3,3 Mrd. EUR (-5%) war dieser Markt jedoch Hauptumsatzbringer. Niedrige Umsatzerlöse in Russland infolge der Abwertung des Rubels gegenüber dem US-Dollar wirkten sich negativ auf die Verkäufe in den europäischen Schwellenländern aus, die insgesamt um 7% auf 1,1 Mrd. EUR fielen. In Nordamerika (USA, Kanada) sanken die Umsätze sogar um 10% auf rund 2,4 Mrd. EUR. Noch stärker war China mit einem Rückgang von 16% betroffen: Im Land des Drachen rutschte der Umsatz unter die Milliarden-Grenze und landete bei 967 Mio. EUR.Nach der Umstellung von Marken auf Vertriebskanäle im letzten Quartal zeigt sich folgendes Bilanzbild: Die Umsätze von Adidas und Reebok sind nun in Großhandel und Einzelhandel (eigene Geschäfte) sowie andere Geschäftssegmente (TaylorMade-Adidas Golf, Rockport, Reebok-CCM-Hockey) unterteilt: Dabei büßte der Großhandel mit 9% am meisten ein. Er steuert natürlich nach wie vor mit rund 7,2 Mrd. EUR den Löwenanteil zum Konzernumsatz bei. Die anderen Geschäftssegmente fielen um 4% auf knapp 1,3 Mrd. EUR.
Nur der Einzelhandel zeigt Format
Der Einzelhandel jedoch blühte insgesamt mit 1,9 Mrd. EUR (+7%). Zum Jahresende betrieb der Konzern insgesamt 2212 (Vorjahr: 1884) eigene Geschäfte. 416 neue Shops wurden auf, 88 wieder dicht gemacht. Zwei wurden umgestaltet. Die Zahl der Concept Stores stieg um 184 auf 1203. Mit 744 Factory Outlets lag die Gruppe um 74 über dem Vorjahresniveau. Die Concession Corners erhöhten sich um 71 auf 244. Die Gesamtzahl der eigenen Läden setzte sich aus 1626 (Vorjahr: 1311) Shops von Adidas und 586 (Vorjahr: 573) von Reebok zusammen.
Wo wurde wie viel kassiert?
In Westeuropa stieg der Einzelhandelsumsatz um 5% auf 405 (Vorjahr: 384) Mio. EUR. Alle Märkte mit Ausnahme von Frankreich entwickelten sich dabei positiv. In den europäischen Schwellenländern lag der Umsatz mit 617 Mio. EUR um 2% über dem Vorjahresniveau (2008: 606 Mio. EUR). Die Eröffnung neuer Läden und Preiserhöhungen glichen die Rubel-Abwertung mehr als aus. Nordamerika verzeichnete einen Umsatzanstieg um 5% auf 380 (Vorjahr: 363) Mio. EUR. Rückläufige Verkäufe in den USA standen dabei Zuwächsen in Kanada gegenüber. In China klingelten die Kassen besonders laut: Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 66% auf 88 (Vorjahr: 53) Mio. EUR. Verantwortlich dafür war vor allem die Eröffnung von Factory Outlets, um Überbestände zu minimieren. Auch in Lateinamerika verbesserten sich die Umsätze aufgrund der Eröffnung neuer Stores um 41% auf 129 (Vorjahr: 92) Mio. EUR. rs
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