Hanwag

Fast wie Anfassen

Ein Bild sagt ja schon mehr als tausend Worte – was aber können 48 Bilder oder auch mehr erzählen? Die Antwort gibt der neueste
Zugang im SFH-Team: ein Fotoroboter zur Erstellung von 3D-Produktansichten.

Auf der OutDoor werden am SFH-Stand täglich Beispielfotos erstellt, die dann auch auf sport-fachhandel.com gezeigt werden.

 

Der Stand der Dinge
Jeden Tag begegnen uns Bilder von Produkten. Wir sehen diese in Katalogen, Zeitschriften, Anzeigen, auf Plakatwänden oder im Fernsehen und auch im Internet. Designer haben sich Gedanken gemacht, wie sich das Produkt am bes-ten präsentieren lässt. Die Ergebnisse sind dann aber statisch und auch Filme auf Websites sind nur vordergründig interaktiv – die Kameraführung wurde schon vorher festgelegt.
Auch lassen sich Bilder nicht beliebig vergrößern. Aufgrund der immer noch begrenzten Durchsatzgeschwindigkeit des Internets liegen Bilder üblicher-
weise in 72 dpi auf den Websites vor. Die Vergrößerungsmöglichkeit von gedruckten Bildern hingegen besteht gar nicht.
Glücklicherweise überwiegen die vielen Vorteile der genannten Medien – insbesondere der gedruckten – noch immer bei weitem die wenigen Nachteile. Hand in Hand eröffnen jedoch gedrucktes und interaktives 3D-Bild im Internet bisher ungeahnte Möglichkeiten.

 

3D-Produktfotografie
Ideal ist die Darstellung eines Produktes von allen Seiten mit allen
Details. Um dies zu gewährleisten, benötigt man …
•    möglichst viele (48 oder mehr) …
•    hochaufgelöste (>=24 MB) Bilder eines Produkts …
•    von verschiedenen Seiten (12 oder mehr) …
•    aus verschiedenen Ebenen (4) …
•    sowie einen Server, der die Daten verwaltet …
•    und einen Viewer für die Ansicht.


Der Fotoroboter
Zentrum der Produktion von 3D-Produktbildern ist der Drehteller. Dieser wird über eine spezielle Software gesteuert, die sowohl den Drehteller in vorher definierten Schritten steuert, diesen anhält, die Kamera sowie die Blitze auslöst, das entstandene Bild an einen Bildbearbeitungsrechner weitersendet und danach den Drehteller weiterdreht. Auf den Drehteller können Sachen gestellt werden, hängende Ware kann am oben angebrachten Drehteller befestigt werden. Beide Geräte bewegen sich in exakt der gleichen Geschwindigkt und Gradzahl, so dass auch Fotos von kombinierten Produkten mit hoher Präzision erstellt werden können.

Die Kamera
Hier kommt nur eine Vollformatkamera mit bestem Objektiv sowie Studioblitzanlage zum Einsatz. Anders lässt sich eine durchgängige Tiefenschärfe bei optimaler Ausleuchtung und nahezu beliebiger Vergrößerung nicht erreichen.

Der Server und der Viewer
Resultat aus der Kamera sind hochaufgelöste Bilder mit mindestens 36 MB unkomprimierter Dateigröße. Multipliziert man diesen Wert mit
z. B. zwölf Bildern in einer Ebene und vier Ebenen, entsteht eine Datenmenge für nur ein Bild von fast zwei Gigabyte. Diese Datenmenge kann natürlich nicht zunächst vom Server zum Anwender gesendet werden und dort dann die gewünschte Ansicht errechnet werden. Ein hochperformanter Server übernimmt diese Arbeit zentral und sendet nur die genau für den gewünschten Zweck benötigte minimale Datenmenge über das Netz. Beim Betrachter wird automatisch ein einfach zu bedienender Viewer gestartet, der in Zusammenarbeit mit dem Server die gewünschten Ergebnisse zeigt.

Fazit
Die 3D-Produktfotografie ermöglicht vollkommen neue Einblicke. Der Anwender bestimmt, welche Ansichten er aus den verschiedenen Bildern generieren möchte. Insbesondere für hochwertige und technisch anspruchsvolle Produkte bietet sich diese Darstellungsform an. Viele Fragen kann sich der Anwender schon selbst durch genaue Betrachtung der Bilder beantworten. 3D-Produktbilder haben ihre Berechtigung sowohl in der B2B- als auch in der B2C-Kommunikation.
Bis hierhin hat dieser Artikel zwar nicht die 1000 Worte benötigt, immerhin aber deutlich mehr als 500. Und auch diese werden nicht ausgereicht haben, die Faszination dieser Produktdarstellung ausreichend zu beschreiben. Auf der Website sport-fachhandel.com finden sich Beispielbilder zu verschiedenen Produkten. Auf der OutDoor werden am Stand der SFH täglich Beispielfotos erstellt, die  auch auf der Website gezeigt werden. Also entweder dort nachsehen oder auf nach Friedrichshafen.


Peter Henrich

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