Hanwag

Crossover trifft Glamour

Immer mehr Skifans zieht es weg von den Pisten:  Die Zahl der Freeskier steigt von Jahr zu Jahr und es ist angesagter denn je, mit Twin-Tips durchs Gelände zu cruisen.

Auch Skitourengehen wird immer beliebter, wobei immer mehr Frauen das Naturerlebnis auf „eigenen Wegen“ suchen. Hier sind funktionelle ­Cross­over-Produkte gefragt, die je nach Laune auf den Pisten oder im Gelände eingesetzt werden können. Crossover der anderen Art erfreut in der kommenden Saison sportliche Skiladys, die in edlen, aber dennoch hochfunktionellen Teilen nicht nur auf der ­Pis­te, sondern auch beim Après-Ski eine gute Figur machen.

 

Wie schon im aktuellen Winter wird es im Schnee bunt zugehen. Kräftige, teils knallige Farben bestimmen die Kollektionen. Grafik-Prints und Graffiti-Drucke setzen vor allem bei Ridern abseits der Piste modische Akzente. Schmale Silhouetten dominieren die Damen-Linien, Stretch-Materialien innen und außen sorgen auch bei den Herren für perfekte Passform. Für den Einsatz im Gelände setzen einige Hersteller an kritischen Stellen wie Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie abriebfeste Materialien und Verstärkungen ein.
Marmot kommt der Tendenz zu ­Cross­over-Produkten mit Kombinationen entgegen, die sich zum Freeriden ebenso eignen wie für Hoch- oder Klettertouren. Die „Alpinist Jacket“ aus Gore-Tex-Pro-Shell-Stretch trotzt selbst härtesten Bedingungen im Gelände. Dazu gibt es die passende Hose, die für Powder-Abfahrten durch ein abnehmbares Zip-In-Ver­bindungsstück mit der Jacke verbunden werden kann. Komplett dicht auch im Tiefschnee  hält die „Alyeska“-Kombination von Mammut aus Gore-Tex-Soft-Shell dank Reißverschlussverbindung von Jacke und Hose. Die „hermetische“ Verbindung vereint beide Teile zu einem Ganzen. Der elastische Nierenschutz mit Hosenträgern funktioniert mit und ohne angezippte Jacke.  Der Schweizer Hersteller setzt außerdem auf Bodymapping: An wärmebedürftigen Kör­per­regionen wie Lenden und Schultern isoliert ein wärmendes Futter. An stark schwitzenden Stellen ist ein atmungsaktives, elastisches Material eingesetzt.
Tragekomfort bei bestmöglichem Schutz vor Wind und Niederschlägen will Helly Hansen im Winter 2010/11 garantieren: Die „Enigma Flow Down Jacket“ kombiniert die schützenden Eigenschaften einer Hard-Shell-Jacke mit der Wärme und Leichtigkeit einer Daunenjacke. Innenfutter und Isolierung sind aus dem neuen 4-Wege-Dynamic-Stretch-Material, so sind auch ruckartige Bewegungen kein Problem. Das innovative Air-Flow-System schafft mit Daunenkissen auf der Innenseite Belüftungskanäle, die für eine bessere Verbreitung der Körperwärme und gleichzeitig für Feuchtigkeitsaustausch sorgen.

Sicherheit geht vor
Der italienische Sicherheits-Spezialist Dainese rückt seine Passion auch in der Winter-Kollektion 2010/11 in den Vordergrund: Reibungsfeste Materialien, technische Schutzdetails und Protektoren machen die Teile besonders dynamisch: Die vollständig thermoverklebte „2Alpes“-Jacke für Damen besteht aus Thermo-Laminat-D-Dry, das in Kombination mit Einsätzen aus Stretch an den Ärmeln für Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität sorgt. Die passende Hose kann am Bein in der Weite reguliert werden, eine reibfeste Verstärkung bietet zusätzlichen Schutz.

Für sportliche Fashionistas

Bei den Ski-Ladys, die Wert auf sportliche und funktionelle Kleidung legen, ist im kommenden Winter Leichtigkeit angesagt: Kjus beispielsweise kommt mit einem  Lightweight-Programm für Damen in den Handel – ultraleichte Textilien aus 4-Wege-Stretch, bei denen sich drei Gewebelagen mit einer Dermizax-Membran zu einer wetterfesten Hülle verbinden. Der Stoff wurde mit Lasercut-Technologie auf die Körperkonturen zugeschnitten und mit Sonic Welding zusammengefügt. Übrigens: Zehn Jahre gibt es Kjus Skiwear bereits, doch in der kommenden Saison können erstmals auch die kleinen Pisten-Fans im Kjus-Outfit auf die ­Pis­te, das in Funktion, Bewegungsfreiheit und Tragekomfort der Erwachsenen-Linie in nichts nachstehen soll.
Sehr leicht ist mit 300 Gramm auch die „Tolo Down“-Jacke von Kari Traa aus Gänsedaunen. Das Modell ist innen im Rücken für zusätzliche Wärme mit kuscheligem Fleece gefüttert. Das Außenmaterial ist extrem wasserabweisend. Die Jacke gibt es in Weiß, Grape und Schwarz. Passend dazu: die „Ure Pant“ mit Rüschen im unteren Teil des Beins. Über den Schneefang lässt sich die Jacke mit der Hose verbinden.
Toni Sailer Sports bleibt auch im Winter 2010/11 seinem Credo treu und vereint funktionellen Anspruch mit elegantem Design. Eine nahtlose Verarbeitung durch Laser-Technologie, Stretch-Lining-Konstruktionen, Isolation durch Daunen sowie Prima-Loft-Isolation gehören zum Standard der Hauptkollektion. Bei den Farben geben Rot, Schwarz und Weiß den Basics eine modische Optik. Auch Neon-Pastells, wie Neon Pastell Pink oder Pastell Grün, setzt der Hersteller ein. Außerdem erdige Farben wie Nougat, Sand und Flaschengrün, die mit Schwarz und Weiß kombiniert werden, sowie starke Farben wie Gelb, Fire Orange, Acid Apple und Brightest Blue. Ein Hingucker der Damen-Kollektion ist die Jacke „Magda“ aus schwarzem Glossy-Material, das mit weißen Dreieckseinsätzen kombiniert ist.
Auch Spyder setzt in seiner „Mission“-Linie auf größtmögliche Leichtigkeit. Außerdem hat der US-Hersteller für die kommende Saison eine Membran entwickelt, die extrem atmungsaktiv ist. Verwendet wird sie auch in der „Women’s Vail“-Jacke, die sich der Körperform durch Stretch-Material anpasst. Schimmernde Gel-Prints setzen Akzente im schlichten, edlen  Design der Jacke. Die Primaloft- One-Isolation hält den Körper warm, die Ärmelabschlüsse sind mit Reißverschlüssen regulierbar.

Crazy Prints und starke Farben
Rider und Boarder versorgt die Sport-Kollektion von Brunotti im kommenden Winter mit Teilen, die vom Bikestyle der 70er Jahre inspiriert sind. Außerdem mischen klassische Retro-Tatoos und funky Prints die Piste auf. Die RDP (Riders Developed Products)-Kollektion soll alle Herausforderungen im Gelände mitmachen: Dermizax mit einer Wassersäule von 20.000 mm und ganzheitlich verschweißten Nähten hält auch im tiefen Powder trocken.
Die Kombination von Graffiti-Kunst und urbanem Lebensstil ist die Handschrift der Oakley-Winterkollektion 2010. Bei Technical Outerwear steht die Funktion im Vordergrund:  Abriebfeste Materialien und Verstärkungen sorgen an kritischen Stellen wie Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie für Schutz.  Zu den Technologien zählen 3M Thinsulate, Eco Storm (recyceltes Material) und Dermizax-EV (3-Lagen-Material). Das Design lebt nicht nur von Farben und Prints, sondern auch von asymmetrischen Reißverschlüssen und Nähten. Bei den Schnitten ist Abwechslung geboten: Bei den Herren findet man neben dem lässigen Loose Fit und dem etwas körperbetonteren Regular Fit auch längere Anoraks. Neu sind auch die von dem Skater-Style beeinflussten engeren Hosen. Für die Ladies haben die Oakley-Designer feminine Schnitte im Programm.   eh
 

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