Der Euro schockt auch die Sportbranche
17.11.2011
Bühler/Schweiz. Was in vielen Ländern als „Euro-Krise“ für Zähneklappern sorgt, stellt sich in der Schweiz als gefährliche Überdosis des eigenen Franken dar.
Wie berichtet, kämpfen der dortige Groß- und Einzelhandel mit ungünstigen Währungseffekten und damit unmittelbar verbundener Kundenflucht (SFH Ausgabe 20/2011, S. 1). Nun schlägt das Phänomen auf die Produktion durch: Als erste Schweizer Firma zieht Material-Spezialist Eschler die Reißleine und schließt seine Fabrik (75 Mitarbeiter) an den beiden heimischen Standorten Bühler und Münchwilen, wo derzeit wertmäßig etwa 70% der Herstellung stattfinden. Die wird nun zu etwa 40% nach Thailand (Joint-Venture) und zu 60% nach Deutschland (Balingen) verlegt. Laut Philip Schär, Sales- und Marketing-Direktor, konzentriert sich das Familienunternehmen künftig auf Nischenprodukte in Sport, Arbeitsbekleidung, Wäsche und technischen Textilien und gibt andere Bereiche auf, vor allen Dingen die Rundstrick-Verarbeitung, in der sich der Traditionsanbieter nicht mehr für wettbewerbsfähig hält. mh



